Schramberg. An der Geißhalde und in der H.A.U. haben am Montagabend Musiker und Veranstalter von Konzerten auf ihre Sorgen in der Corona-Pandemie aufmerksam machen wollen. Vor dem Gebäude Bau 50, in dem der Kulturbesen normalerweise seine Veranstaltungen abhält, hatten die Vorstandsmitglieder Scheinwerfer auf die Fassade gerichtet.
Harald Burger, der seit Jahrzehnten neben vielen anderen Dingen den Schwabengipfel und das Park-der-Zeiten-Festival organisiert, erläuterte, die bundesweite Aktion solle ein “flammender Appell“ sein: „Es brennt lichterloh.“ Ein Appell an alle, die Künstler, Musiker und Veranstalter nicht zu vergessen. „Es gibt viele Künstler, die stehen vor dem Ruin.“ Burger berichtete von einem Gitarristen, der sich kürzlich das Leben genommen habe, weil er keine Perspektive mehr gesehen habe.

Aber auch die Veranstaltungsbranche, einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland leide enorm. „Es muss etwas passieren“, fordert Burger. Er habe im Kulturbesen nun, da Konzerte wieder mit bis zu 99 Personen zulässig seien, so gestuhlt, dass die Abstandsregeln eingehalten würden. Das erlaube etwa 40 Besucher. Damit sei aber ein Künstler-Auftritt nicht zu finanzieren.
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