Mit Traktoren, Tröten, Trommeln und Trillerpfeifen haben sich Neufraer Bürger am Samstagnachmittag auf zum städtischen Betriebshof am ehemaligen Altstädter Bahnhof gemacht. Die Anhänger und Schubkarren voller Gartenabfälle. Sie forderten: „Der Landrat muss weg.“ Ihn, Dr. Wolf-Rüdiger Michel, machen sie für die Schließung „ihrer“ Grüngutsammelstelle in Neufra verantwortlich. Allerdings zeichnet sich ein Kompromiss ab. Und wurde klar: Mal wieder schien es an der Kommunikation zwischen Stadt und Landkreis zu hapern.
Ein lautstarker Protest gegen die geplante Schließung der örtlichen Grüngutsammelstelle, der sich klar gegen Rottweils Landrat Michel richtete. „Grüngut im Ort – Landrat muss fort“ stand auf den Plakaten zu lesen. Außerdem: „Wir wollen in Neufra laufen und nicht Benzin verbrauchen“, oder :“Kreistag beschließt, dann wird der Bürger informiert – ist das Demokratie?“
Und so zog ein langer Lindwurm in gelben und orange-farbenen Warnwesten vom Autohaus Emmerich Richtung Betriebshof, die einen zu Fuß mit Schubkarren oder Leiterwagen, die anderen mit Traktoren. Beim Betriebshof wartete nicht der Landrat, sondern standen Mitarbeiter von Alba mit zwei Müllautos, man entlud und protestierte weiter.
Sogar einen Song hatten junge Neufraer umgedichtet: „Wehrt Euch, leistet Widerstand für den Grüngutplatz auf unsrem Land!“ Deutlich wurde bei der Aktion auch, dass die Oswald-Klein-Straße, an deren Ende der Betriebshof und damit die geplante zentrale Grüngutsammelstelle liegt, nicht dafür geeignet ist. Denn dort gibt es keine Wendeplatte, weshalb die Traktoren mit ihren Anhängern große Schwierigkeiten hatten, nach dem Abladen umzudrehen. Die Schubkarrenschieber hatten es da natürlich leichter.
Ein origineller Protest, der schon im Vorfeld für eine mögliche Lösung gesorgt hat, wie Ortsvorsteher Willy Schaumann in seiner Ansprache an die Protestierenden betonte: Das Landratsamt sei zu einem Kompromiss bereit, und die Kommunikation zwischen Kreis und Stadt Rottweil sei wohl nicht gut gewesen. Neufra darf also hoffen, seine Sammelstelle behalten zu dürfen.
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