Eigentlich ist es ja längst beschlossene Sache, Irgendwann soll der Verkehr im Schlossbergtunnel in beide Richtungen laufen. Dennoch hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) die Stadt aufgefordert, das nochmal ausdrücklich zu bestätigen: Warum? Der Tunnel soll saniert werden, und da will man es gleich richtig machen.
Schramberg. Für die schon seit acht Jahren geplante Sanierung des Schlossbergtunnels bitte das Regierungspräsidium um „eine verbindliche Aussage“ der Stadt Schramberg, ob es künftig beim Einrichtungsverkehr bleiben oder der Gegenverkehr kommen soll. So steht es in einer Vorlage für den Gemeinderat. Weil auch die Sicherheitstechnik des 1990 eröffneten Tunnels erneuert werden soll, ist dies wichtig zu wissen. Beispielsweise soll auch ein Fluchtstollen mit Ausgang am Brestenberg gebohrt werden, berichtete der Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter im Ausschuss für Umwelt und Technik.
Große Vorteile
Bis in knapp zehn Jahren hofft die Stadt, könnte der „Zweirichtungsverkehr“ umgesetzt werden. Der Tunnel selbst ist war von Anfang an auf einen Gegenverkehr ausgelegt. „In mehreren Plänen der Stadtentwicklung wurde ein möglicher Gegenverkehr bereits dargestellt“, berichtete Ginter. Die Stadt habe in den letzten Jahren schon viele Grundstücke gekauft, um das Projekt umsetzen zu können.
Einer der Vorteile eines künftigen Gegenverkehrs im Tunnel sei „eine bessere Steuerung des Verkehrs und die Verkehrsentlastung im Bereich Schillerstraße/Oberndorfer Straße“, heißt es in der Vorlage. Außerdem entstünden „neue städtebaulich nutzbare Flächen entlang dieser Straßen“.
Wenn der Zweirichtungsverkehr bis 2033 nicht geschaffen werden könne, dann ließe sich auch nach dem Umbau der Schlossbergtunnel übergangsweise wie bisher verwenden. Umgekehrt allerdings sei dies nur schwer möglich. Würde die Stadt für den Einrichtungsverkehr votieren, wäre ein nachträglicher Wechsel „nur mit erheblichem Aufwand“ zu machen, so das RP in einem Schreiben an die Stadt.

Ausschuss stimmt zu
Für die CDU kündigte Jürgen Kaupp an, seine Fraktion werde „da mitgehen“.
Volker Liebermann (ÖDP) versicherte: „Der Gegenverkehr im Schlossbergtunnel ist auch unser Anliege für eine autofreie Innenstadt“. Mirko Witkowski (SPD/Buntspecht) pflichtete bei, das sei sinnvoll um „die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten“.
Die Verwaltung solle aber deutlich machen, welche Auswirkungen das Projekt auf die Bereiche vor und nach dem Tunnel habe. Ginter erinnerte an die seit 2010 vorliegenden Pläne, die damals noch sein Vorvorvor-Gänger Burkard vorgestellt hatte. Der Ausschuss hat dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, die Sicherheitstechnik im Schlossberg-Tunnel für den Zweirichtungsverkehr umzurüsten.
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