Sechs Monate Verzögerung beim Neubau des Landratsamts

Bisher angefallene Mehrkosten von 1,7 Millionen Euro sind noch in der Gesamtsumme von 85 Millionen enthalten

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Baustelle des Landratsamts: Verzögerung bis zu sechs Monaten - nach derzeitigem Stand. Foto: wede

Der Neubau des Rottweiler Landratsamts wird sich verzögern, voraussichtlich um sechs Monate. Dies berichtete der Projektsteuerer dem Neubau-Ausschuss des Kreistags. Außerdem entstehen zusätzliche Kosten, an der Bausumme von 85,23 Millionen Euro wird sich dagegen nichts ändern.

Rottweil – Es gibt nicht nur einen Grund für die Verzögerung. Ein Teil davon ist, wie aus der Aussage von Projektsteuerer H. Müller zu entnehmen war, dass die ursprüngliche Zeitplanung wohl zu optimistisch war. Oder, wie die Verwaltung dem Ausschuss mitteilte: „Die Erfahrungen aus den vergangenen Wochen zeigen, dass einzelne technisch anspruchsvolle Rohbauarbeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich angenommen.“ Müller dazu: „Komplexität der Anschlusspunkte von Rohbau und Holzbau wurden von Planer, Bauleitung und Firma unterschätzt“.

Es begann bereits mit dem Winterbau, als die Arbeiten dem Plan schon um sechs Wochen hinterher liefen. Die Bodenplatte wurde mit dieser Verspätung fertig gestellt. Bei der Herstellung der Decke über dem Untergeschoss kam es zu weiteren Verzögerungen. Vor allem aber bei der Decke über dem Erdgeschoss, die laut Plan im April hätte fertig sein sollen, was aber nun erst Ende Juli sein wird. Da wurden aus sechs Wochen drei Monate.

„Bei den weiteren Geschossen werden Verzögerungen erwartet. In Summe von mehreren Monaten bis zu einem halben Jahr“, teilte Müller dem Ausschuss mit. Die Fertigstellung des Rohbaus war ursprünglich für Dezember geplant. So wird auch die Vergabe der weiteren Bauleistungen verschoben.

An Maßnahmen zur Verbesserung wurde unter anderem eine Versetzung des Krans zur besseren Versorgung des Baus vorgenommen. Dies auf Kosten von Parkplätzen, wie im Ausschuss zu erfahren war. Der neue Terminplan wird nun mit den beauftragten Firmen im Detail abgestimmt.

Mehrkosten

Einige zusätzliche Änderungen nahm der Ausschuss zur Kenntnis. Zusätzliche Türen und Sicherheitseinrichtungen wurden für Ausländeramt und Integrierte Leiststelle erforderlich, auch eine zusätzliche Dusche steht auf der Liste. Diese Änderungen machen 1,73 Millionen Euro Mehrkosten aus. Diese Summe, so erläuterter Müller, erhöhe aber die Gesamtkosten des Baus von 85,23 Millionen Euro nicht, weil darin bereits ein Millionenbetrag für „Unvorhergesehenes“ enthalten ist.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.
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