Benachrichtigung

„Solidarität bedeutet, sich impfen zu lassen“

Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.
Hinweis der Redaktion: Gerne veröffentlichen wir Leserbriefe zu Artikeln, die auf NRWZ.de erschienen sind, und zu Themen, die wir aufgegriffen haben. Der Inhalt dieser Leserbriefe gibt damit nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu kürzen. Wollen Sie selbst einen Leserbrief an die Redaktion senden? Dann nutzen Sie bitte die Adresse redaktion@nrwz.de

Schramberg steht auf

. Auch uns hat dieses Flugblatt erreicht. Meine Frau, Krankenschwester, und mich, Notfallsanitäter. In diesem Flugblatt wird aufgerufen, solidarisch zu sein mit unseren Berufsgruppen. Zu Anfang der Pandemie wurde geklatscht, für die Beschäftigten in der Pflege. Es wurde eine Corona Prämie in Aussicht gestellt. Um diese mussten die Beschäftigten kämpfen. Die Beschäftigten in der Autobranche, bekamen problemlos bis zu 8000 Euro wie bei Porsche.

Solidarität würde bedeuten, sich einzusetzen für mehr Wertschätzung für die Pflegenden, für gerechteren Lohn. Wobei da schon helfen würde, wenn sich die Beschäftigten in der Gewerkschaft organisieren würden, damit ein wirksamer Arbeitskampf geführt werden kann. Solidarität wäre Einsatz gegen die zunehmende Arbeitsverdichtung, gegen ein profitorientiertes Gesundheitssystem.

Es geht um die, die dringend eine OP brauchen

Aber Solidarität bedeutet auch, sich impfen zu lassen. Wir haben uns impfen lassen, sowie es möglich war. Wir haben auch die dritte Impfung und wenn es einer vierten und fünften Impfung bedarf, sind wir dabei. Weil wir natürlich uns schützen wollen, aber auch andere. Weil es auch nicht nur um uns geht, sondern auch um die, die dringend Operationen brauchen, die nun aufgeschoben werden müssen. Die Statistiken des RKI zeigen deutlich die Wirksamkeit der Impfung.

Sie zeigen auch deutlich, dass es immer noch die Ungeimpften sind, die einen schweren Verlauf zu befürchten haben. Sind die Ungeimpften schuld an allem? Nein, sicher nicht. Aber sie sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Wer sich als Beschäftigter im Gesundheitswesen nicht impfen lassen möchte, muss sich schon hinterfragen lassen, ob er das verstanden hat.

Schramberg steht auf? Gerne für bessere Arbeitsbedingungen und ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, angemeldet, unter Einhaltung der AHA Regeln. Aber nicht gegen die Impfung. Ein überwältigender Teil unserer KollegInnen ist geimpft und der Protest gegen Impfen und die Impfpflicht, stößt bei vielen, die wir kennen, auf Unverständnis.

Ute und Thomas Koch, Schramberg

 

 

Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.