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Freizeit statt Bildschirmzeit: Projektwoche für 504 Jugendliche startet im Kreis

Landkreisweite (R)Auszeit soll bewussten Umgang mit digitalen Medien stärken – Kooperationsvertrag mit der AOK macht’s möglich

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Die Initiatoren bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Im Vordergrund die stellvertretende Geschäftsführerin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Barbara Neff, und Landrat Christoph Keckeisen. Hintere Reihe, von links: Dirk Scherer, Präventionsexperte bei der AOK, Melanie Fehrenbach, Projektleiterin beim Gesundheitsamt, und Stefan Kaiser, Leiter des Kreismedienzentrums Rottweil.Foto: Landkreis Rottweil, Andi Schmider
Hinweis der Redaktion: Diese Pressemitteilung haben wir nicht oder nur oberflächlich redaktionell bearbeitet. Sie wurde direkt in das Angebot der NRWZ übernommen.

Mit der Projektwoche „(R)Auszeit – Freizeit statt Bildschirmzeit“ wagen 504 Schülerinnen und Schüler aus 22 sechsten Klassen im Landkreis Rottweil ein besonderes Experiment: Sie reduzieren ihren Medienkonsum bewusst und entdecken dabei neue Freizeitmöglichkeiten.

Kreis Rottweil – Möglich wird das Projekt durch die Unterstützung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg – die dazugehörige Vereinbarung haben die stellvertretende Geschäftsführerin der AOK, Barbara Neff, und Landrat Christoph Keckeisen kürzlich unterzeichnet. Initiiert wird das Projekt unter anderem vom Kreismedienzentrum Rottweil und dem Rottweiler Gesundheitsamt, gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern.

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung betonte Landrat Keckeisen die Wichtigkeit des Projektes: „Als Vater kenne ich das Thema ganz direkt und weiß um die Herausforderungen rund um den Medienkonsum, deshalb begrüße ich diese Initiative ausdrücklich.“ Er habe großes Interesse daran, so Christoph Keckeisen, dass aus diesem Auftakt eine längerfristige Zusammenarbeit mit der AOK werde.

Für Barbara Neff ist die Kombination aus reduziertem Medienkonsum und alternativen Beschäftigungsangeboten ein entscheidender Pluspunkt: „„Wir erleben immer mehr Kinder, die Defizite bei den motorischen Fähigkeiten zeigen. Viele sind zu wenig draußen und bewegen sich zu wenig.“ Genau aus diesem Grund, so Stefan Kaiser, Leiter des Kreismedienzentrums, sei es ihm wichtig gewesen, diese Alternativen zu schaffen. „Wir müssen den Kindern das „Raus“ wieder ermöglichen, weil sie es nicht mehr gelernt haben“. Untrennbar damit verbunden ist für ihn das Erleben in der Gruppe, denn „Emotionen entstehen nur gemeinsam“, so Kaiser.

Die Projektwoche findet vom 15. bis 19. Juni statt. Ziel ist es nicht, digitale Medien zu verteufeln, sondern Kinder und Jugendliche für den eigenen Medienkonsum zu sensibilisieren und einen bewussteren Umgang damit zu fördern.

Bereits im Vorfeld haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sogenannte Mediennutzungspläne ausgefüllt. Diese zeigen, wie selbstverständlich Smartphones, Streaming, Gaming und soziale Medien inzwischen den Alltag vieler Kinder prägen. Die durchschnittliche tägliche Bildschirmzeit (von Smartphone über die Konsole bis zum Fernseher) von 14 Klassen lag dabei bei über drei Stunden pro Tag und Kind. Während einzelne Kinder lediglich auf 40 Minuten pro Tag kamen, lagen andere bei über zehn Stunden täglicher Bildschirmzeit.

Bei der Projektwoche sollen die Schülerinnen und Schüler erleben, wie sich freie Zeit anders gestalten lässt. Neben dem regulären Unterricht sind deshalb zahlreiche Freizeitangebote geplant – darunter gemeinsame Aktionen, Turniere, Schnupperangebote von Vereinen und weitere Aktivitäten in den Städten und Gemeinden des Landkreises.

Begleitet wird die Woche zudem durch pädagogische Materialien, Unterrichtsimpulse sowie Informationsangebote für Eltern und Lehrkräfte. Die Eltern waren im Vorfeld zu Elternabenden eingeladen, bei denen das Thema von Experten in Podiumsdiskussionen beleuchtet worden war.

Unterstützt wird das Projekt neben der AOK Schwarzwald Baar Heuberg unter anderem durch das Polizeipräsidium Konstanz, die Fachstelle Sucht, das Staatliche Schulamt Donaueschingen, die Kinder- und Jugendreferate im Landkreis sowie das Jugendamt und das Sozialamt des Landkreises. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.kmz-rw.de/rauszeit

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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