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35 Stellen für Beauftragte: Landratsamt Rottweil legt erstmals eine Gesamtübersicht vor

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Kreistagssitzung. Foto: wede

CDU und Freie Wähler haben im August eine Liste aller Beauftragten-, Koordinierungs- und Stabsfunktionen in der Kreisverwaltung verlangt – samt Vorschlägen, wo sich sparen lässt. Die Übersicht liegt dem Verwaltungsausschuss am Montag vor und umfasst 31 Funktionen mit gut 35 Vollzeitstellen. Zur Streichung schlägt die Verwaltung keine einzige davon vor.

Rottweil/Zimmern ob Rottweil. Es ist eine Liste, die es so bisher nicht gab. Auf Antrag der Fraktionen von CDU und Freien Wählern hat die Kreisverwaltung zusammengetragen, welche Beauftragten-, Koordinierungs- und Stabsfunktionen sie unterhält, was sie kosten und wer sie bezahlt. Der Verwaltungsausschuss des Kreistags berät darüber am Montag, 5. Oktober, ab 14 Uhr im Gemeindezentrum Arche in Zimmern ob Rottweil. Die Sitzung ist öffentlich.

Die Übersicht führt 31 Funktionen auf, vom Kreisarchiv über die Breitbandkoordination bis zur Rückkehrberatungsstelle. Zusammen stehen dafür 35,05 Vollzeitäquivalente im Stellenplan, dazu kommen drei ehrenamtlich besetzte Funktionen ohne eigenen Stellenanteil. Addiert man die in der Tabelle genannten Einzelbeträge, ergeben sich für 2027 rund 3,09 Millionen Euro Personalkosten und knapp 597.000 Euro Sachkosten, zusammen etwa 3,69 Millionen Euro. Eine Gesamtsumme nennen die Unterlagen selbst nicht.

Marcus Türk (CDU) und Peter Schumacher (Freie Wähler) hatten in ihrem Antrag vom 10. August nicht nur die Bestandsaufnahme verlangt. Die Verwaltung solle zusätzlich bewerten, welche freiwilligen Funktionen entfallen oder zusammengeführt werden könnten, und auf dieser Grundlage Vorschläge für Einsparungen im Stellen- und Sachkostenbereich machen. Ziel sei eine Entscheidungsgrundlage für die anstehenden Haushaltsberatungen, schreiben die beiden Fraktionen. Der Landkreis stehe vor erheblichen finanziellen Herausforderungen.

In den Bewertungsspalten der Übersicht findet sich dazu wenig. Die Verwaltung benennt keine Funktion, die sie aufgeben würde. Wiederkehrend heißt es dort, die bisher durchgeführten freiwilligen Funktionen sollten weitergeführt werden. An zwei Stellen hält sie Veränderungen für denkbar: Bei der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten wäre aus ihrer Sicht eine Zusammenlegung von Informations- und Beratungsstrukturen möglich, beim Koordinator für Mobilität und Klimaschutz könnten Informationsveranstaltungen entfallen – mit dem Hinweis, dass andernfalls Fördergelder verloren gehen könnten.

Sparen will die Verwaltung an anderer Stelle. In der Beschlussvorlage teilt sie mit, sie habe im Stellenplan 6,5 Vollzeitäquivalente identifiziert, die den Gremien in den Haushaltsberatungen zum dauerhaften Streichen vorgeschlagen werden sollen. Diese Stellen stehen nicht in der Beauftragten-Übersicht.

Der Beschlussvorschlag für Montag lautet: Kenntnisnahme.

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