Kein Schloss im Kreis Rottweil wird so oft gegoogelt wie das Wasserschloss Glatt
Rund 10.000 Mal im Monat geben Menschen in Deutschland „Wasserschloss Glatt“ bei Google ein. Laut einer Auswertung des...
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Vom Renaissanceschloss in Glatt über die älteste Burg am oberen Neckar bis zu den Ruinen der Burgenstadt Schramberg: Geschichte, Besucherinfos und alle NRWZ-Berichte auf einen Blick.
Foto: Robert Franse
Was gesucht wird
Das Burgenverzeichnis Chateaupedia hat erhoben, wie oft die Namen von 22 Burgen, Schlössern und Ruinen im Kreis Rottweil bei Google eingegeben werden. Zusammen sind es 12.920 Suchen im Monat. Gut drei Viertel davon entfallen allein auf das Wasserschloss Glatt.
| Rang | Anlage | Gemeinde | Suchen/Monat | Rang in Deutschland |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Wasserschloss Glatt | Sulz am Neckar | 9.900 | 128 |
| 2 | Ruine Schenkenburg | Schenkenzell | 880 | 1.159 |
| 3 | Neckarburg | Rottweil | 720 | 1.313 |
| 4 | Ruine Berneck | Schramberg | 320 | 1.964 |
| 5 | Hohenschramberg | Schramberg | 210 | 2.360 |
| 6 | Burg Rotenstein | Rottweil | 170 | 2.422 |
| 7 | Burg Bogeneck | Oberndorf am Neckar | 170 | 2.491 |
| 8 | Schloss Lichtenegg | Epfendorf | 140 | 2.652 |
| 9 | Ruine Schilteck | Schramberg | 90 | 2.982 |
| 10 | Ruine Albeck | Sulz am Neckar | 90 | 3.126 |
Die Werte sind gerundete Schätzungen aus Google Ads und zählen Suchen nach dem Namen, nicht Besuche. Bei Namen wie „Neckarburg“ oder „Berneck“ zählen auch Suchen mit, die etwas anderem gelten können, etwa der Raststätte an der A 81 oder gleichnamigen Burgen andernorts. Quelle: Chateaupedia, „Die meistgesuchten Burgen und Schlösser im Landkreis Rottweil 2026“, Suchvolumen vom 2. November 2026.
Sulz am Neckar
Das Wasserschloss in Glatt, einem Stadtteil von Sulz am Neckar, gilt als eines der ältesten Renaissanceschlösser Süddeutschlands. Ab 1533 ließ Reinhard von Neuneck die mittelalterliche Wasserburg umbauen. Das dreiflügelige Schloss mit vier Ecktürmen steht bis heute vollständig im Wasser. Seit 1971 ist es in kommunalem Besitz, von 1973 bis 1989 wurde es umfassend saniert.
Seit 2001 beherbergt das Schloss das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt mit Adelsmuseum und Rüstkammer, Schlossmuseum, Bauernmuseum in der Zehntscheuer und der Galerie Schloss Glatt. Der Landkreis Rottweil und die Stadt Sulz zeigen dort wechselnde Ausstellungen, alle zwei Jahre wird das Schloss zum Schauplatz der Opernfestspiele.

Rottweil
Auf einem Umlaufberg in einer Neckarschleife zwischen Rottweil und Villingendorf liegt die älteste Burganlage im Landkreis. 793 taucht sie als „Nehhepurc“ in einer Urkunde auf: Der alamannische Baargraf Berthold schenkte sie dem Kloster St. Gallen und erhielt sie als Lehen zurück. Aus dieser Zeit ist baulich nichts erhalten, Burggraben und Wehranlage sind aber gut zu erkennen.
Erhalten sind die Umfassungsmauern. In den 1980er-Jahren sanierte der Stadtjugendring Rottweil die Ruine. Rund um den Burgberg erstreckt sich das Naturschutzgebiet Neckarburg mit seiner Wacholderheide, unterhalb steht die 1275 erstmals bezeugte Michaelskapelle.
Die Ruine ist frei zugänglich. Die Zufahrt zweigt von der L 424, der alten B 14, Richtung Villingendorf ab, Parkplätze gibt es am Hofgut Neckarburg. Von Rottweil aus ist die Neckarburg über den beschilderten Neckartal-Radweg erreichbar.
Das Hofgut ist Privatbesitz. Im Naturschutzgebiet auf den Wegen bleiben und die Schafe nicht stören.
Schramberg
Felsen, enge Täler und der Zugang zur Schiltach machten Schramberg im Mittelalter zu einem begehrten Burgstandort. Fünf Burgen gab es hier. Von dreien sind nach Angaben der Stadt Ruinen erhalten, von den übrigen nur wenige Mauerreste. Drei Schramberger Anlagen stehen unter den zehn meistgesuchten im Kreis.

Ab 1457 ließ Hans von Rechberg die Burg hoch über der Talstadt errichten, einst eine der größten Burganlagen der Region. 1689 zerstörten Truppen Ludwigs XIV. die Festung. Ab den 1950er-Jahren legten die „Burgpioniere“, ehrenamtliche Schramberger um Lothar Späth, die Ruine frei. Ein Audioguide führt über das Gelände.
Am nordwestlichen Stadtrand über dem Schiltachtal. Die Herren von Schilteck sind 1225 belegt. Erhalten ist ein Bergfried aus Buckelquadern. Vom Parkplatz unterhalb der Burg sind es wenige Gehminuten.
Spornburg auf rund 620 Metern bei Tischneck, entstanden vor 1230, im Besitz der Herren von Falkenstein und Ramstein. Grabungen von 1960 bis 1963 brachten Kacheln aus der Zeit zwischen 1250 und 1275 zutage.
Die Ruine über dem Bernecktal gilt als älteste Burg des Schwarzwalds. Um ihren Erhalt kümmert sich die Bürgervereinigung Burg Falkenstein. In der Google-Rangliste taucht sie unter den ersten zehn nicht auf.
Rund zwölf Kilometer und etwa 700 Höhenmeter: Der Premiumwanderweg startet am Rathausplatz und führt durch den Park der Zeiten über den Dreiburgenblick zur Falkensteiner Kapelle, zur Ruine Falkenstein und hinauf zur Hohenschramberg. Unterwegs gibt es keine Einkehr.
Kinzigtal, Neckartal, Eschachtal
Das Wahrzeichen von Schenkenzell im Kinzigtal. Die Schenken von Zell sind 1244 erstmals erwähnt. 1534 ließ Graf Wilhelm von Fürstenberg die Burg in Brand setzen, seither ist sie Ruine. Ein rund ein Kilometer langer Themenweg mit zehn Tafeln erklärt ihre Geschichte, Parkplätze gibt es am Fuß des Burgbergs.
Auf einem Bergsporn über Sulz, 1222 als „castrum Sulze“ erstmals genannt. Seit 1978 gehört das Burgareal der Stadt Sulz, seit 1995 betreut ein Förderverein die Anlage. Infotafeln erklären die Geschichte, der Qualitätsweg Burgruine Albeck führt hinauf.
Reste einer Niederungsburg am Eschachübergang, am alten Weg von Rottweil nach Villingen. 1308 erwähnt, lange im Besitz der Familie Bletz von Rotenstein, im 18. Jahrhundert an die Reichsabtei Rottenmünster verkauft. Ab 1919 wurde die Burg abgetragen, erhalten sind Mauerreste.
Ruine oberhalb von Aistaig. Die Burg entstand zwischen 1150 und 1250, erhalten sind Reste der Schildmauer und Buckelquadermauerwerk. Die Paradiestour Boller Felsen führt an ihr vorbei.
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Die wichtigsten Angaben zu Adresse, Öffnungszeiten und Zugang.
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: November 2026. Öffnungszeiten und Preise können sich ändern, ein Blick auf die Website des jeweiligen Anbieters vor der Fahrt lohnt sich.
Die Rangliste stammt vom Burgenverzeichnis Chateaupedia. Grundlage ist das Suchvolumen aus Google Ads, abgefragt über den Datendienst DataForSEO: der Durchschnitt der monatlichen Suchen nach dem Namen über zwölf Monate, aus Deutschland und auf Deutsch. Google weist diese Werte nur gerundet aus. Jeder Wert wird alle 90 Tage neu abgerufen, die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand vom 2. November 2026.
Quelle: Chateaupedia, „Die meistgesuchten Burgen und Schlösser im Landkreis Rottweil 2026“. Die Daten stehen unter der offenen Lizenz ODbL.
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