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Chemikalie reagiert in Hopfauer Baumschule – Feuerwehr verhindert Ausbreitung

Eine reagierende Chemikalie hat in einer Hopfauer Baumschule einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Verletzt wurde niemand, die Gefahr konnte rasch beseitigt werden.

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Hopfau. Ein Stoffaustritt in einer Baumschule in der Glattalstraße in Hopfau hat am Montag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach Angaben eines Polizeisprechers kam es nicht zu einer Explosion, sondern zu einer chemischen Reaktion, die mit einer starken Rauchentwicklung verbunden war.

Zunächst war von einer Explosion die Rede. Entsprechend hoch die Alarmierung für die Feuerwehr Sulz, die unter dem Kommando von Florian Karl anrückte. B4, Gebäudebrand. Auch Kräfte aus dem nahen Dornhan rückten an. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass offenbar eine Chemikalie reagiert hatte. Nach ersten Erkenntnissen befand sich der Stoff in einem Gebäude auf dem Betriebsgelände. Mitarbeiter versuchten offenbar zunächst, die Reaktion mit Wasser zu bekämpfen. Da die Chemikalie mit Wasser reagierte, entwickelte sich starker Rauch. Der Eigentümer des Betriebs nahm erste Löschmaßnahmen vor, die insoweit erfolgreich waren, als dass die Feuerwehr laut Einsatzleiter Karl kein offenes Feuer mehr antraf und sich direkt darauf konzentrieren konnte, eine mögliche Ausbreitung durch Hitze auszuschließen.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Sulz mit mehreren Abteilungen sowie Kräfte aus Dornhan. Die Einsatzkräfte sicherten den betroffenen Bereich, deckten den Stoff mit Sand und Erde ab, belüfteten das Gebäude und führten Reinigungsmaßnahmen durch.

Nach Angaben des – wie Karl – stellvertretenden Kreisbrandmeisters und Dornhaner Kommandanten Frank Pfau handelte es sich um rund ein Kilogramm des Materials. Dieses habe sehr schnell reagiert beziehungsweise sei „verpufft“. Die Gefahr sei inzwischen beseitigt. Das bestätigte Kreisbrandmeister Phillip Glunz. Nach seinen Worten hätten sich die Feuerwehrleute auch darauf konzentriert, über das ursprünglich in Brand geratene Gebinde hinaus weiteres brennbares Material in Sicherheit zu bringen.

An der Einsatzstelle war ein intensiver Geruch wahrnehmbar. „Es riecht sehr stark nach Knoblauch“, bestätigte etwa Pfau. Hinweise auf eine Gefährdung der Bevölkerung ergaben sich nicht.

Nach Angaben mehrerer leitender Einstzkräfte wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt. Der Rettungsdienst war vorsorglich vor Ort, medizinische Maßnahmen waren jedoch nicht erforderlich.

Die Feuerwehr konnte die Lage rasch unter Kontrolle bringen. Die betroffenen Bereiche wurden belüftet und gereinigt. Verletzt wurde niemand.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz mitteilte, werden sich noch Beamte des Sachbereichs Gewerbe und Umwelt vor Ort ein Bild von der Situation machen. Die in Villingen-Schwenningen stationierten Spezialisten sollen unter anderem prüfen, ob die betroffene Chemikalie ordnungsgemäß gelagert wurde und ob Verstöße gegen umwelt- oder gefahrenstoffrechtliche Vorschriften vorliegen. Ergebnisse dieser Überprüfung liegen bislang nicht vor.

Welche Chemikalie genau die Reaktion verursacht hat und weshalb es zu dem Vorfall kam, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

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