Epfendorf – In Epfendorf im Landkreis Rottweil ist ein Autofahrer auf die Masche der sogenannten „Benzinbettler“ hereingefallen. Der 31-Jährige tauschte am Dienstagabend 500 Euro Bargeld gegen weißrussische Geldscheine, die sich später als wertlos herausstellten. Die Polizei ermittelt und warnt vor der Betrugsmasche.
Ansprache an einer Haltebucht in der Bösinger Straße
Nach Angaben der Polizei stand am Dienstagabend gegen 20.45 Uhr ein Mann mit seinem Auto an einer Haltebucht in der Bösinger Straße und versuchte, vorbeifahrende Fahrzeuge anzuhalten. Der 31-Jährige hielt an und ließ sich auf ein Gespräch ein.
Der Unbekannte schilderte ihm demnach eine Notlage. Um zu helfen, hob der Autofahrer schließlich 500 Euro ab und übergab das Geld. Im Gegenzug erhielt er 3.000 weißrussische Rubel. Erst später stellte er fest, dass die Scheine wertlos sind.
Polizeirevier Oberndorf ermittelt
Das Polizeirevier Oberndorf am Neckar hat die Ermittlungen aufgenommen. Angaben zur Identität des Mannes oder zu seinem Fahrzeug machte die Polizei zunächst nicht. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.
Was hinter der Masche der „Benzinbettler“ steckt
Das Vorgehen ist den Ermittlungsbehörden seit Jahren bekannt und tritt bundesweit immer wieder auf – häufig an Autobahnabfahrten, Rastplätzen, Tankstellen und Parkplätzen, zunehmend aber auch an Landstraßen und Ortsdurchfahrten.
Das Muster ähnelt sich: Die Täter geben vor, in einer Notlage zu sein, etwa weil das Benzin ausgegangen sei, das Auto liegen geblieben sei oder Geld für die Heimreise fehle. Sie bitten um Bargeld und bieten im Gegenzug angebliche Wertgegenstände als „Pfand“ an – Schmuck, Uhren oder eben ausländische Geldscheine. Diese sind in aller Regel wertlos.
Das rät die Polizei
Die Polizei rät, misstrauisch zu bleiben, wenn man von einer Person am Straßenrand zum Anhalten aufgefordert wird. Wer anhält, sollte Abstand halten, sich nicht unter Druck setzen lassen und die Situation kritisch einschätzen.
Grundsätzlich gilt: kein Bargeld übergeben, keine Wertgegenstände annehmen oder herausgeben und schon gar keine Bankkarten aus der Hand geben. Wer eine verdächtige Situation beobachtet, sollte sich Kennzeichen und Personenbeschreibungen notieren und die örtliche Polizei oder den Notruf 110 verständigen.
