Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich in der Nacht auf Sonntag am Ende der Tuttlinger Straße in Rottweil ereignet. Ein Opel-Minivan schoss über einen Verkehrsteiler und den Kreisverkehr, riss mehrere Schilder um und landete schließlich in einem Gebüsch. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Zwei Ersthelfer befreiten ihn aus dem Wagen.
ROTTWEIL – Nach den bisherigen Erkenntnissen kam der Opel aus Richtung Villingen-Schwenningen. Offenbar mit hoher Geschwindigkeit fuhr der Wagen zunächst geradeaus über einen Verkehrsteiler und anschließend über den Kreisverkehr am Zubringer zur Bundesstraße 14, über den sogenannten Hornbach-Kreisel.
Danach prallte das Fahrzeug gegen eine Leitplanke, die es nahezu durchbrach, flog offenbar durch die Luft und kam schließlich an einem Abhang im Gebüsch zum Liegen. Der Minivan, ein Opel Meriva, stammt nach ersten Informationen aus einem Nachbarlandkreis. Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Auf der Fahrbahn lagen Dreck und Kies, mehrere Verkehrsschilder hatte der Wagen regelrecht abrasiert. Der Unfall geschah gegen 1.30 Uhr.
Ersthelfer befreien Fahrer
Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Zwei Ersthelfer hielten unmittelbar nach dem Unfall an, befreiten den Verletzten aus dem Fahrzeug und übergaben ihn dem eintreffenden Rettungsdienst. Der Rottweiler Feuerwehrsprecher Marius Daute hob das Verhalten der beiden ausdrücklich positiv hervor. Sie hätten an der Einsatzstelle nicht nur angehalten, sondern tatsächlich geholfen. Nach bisherigem Kenntnisstand waren die beiden selbst nicht in den Unfall verwickelt. Sie durften nach ihrer Befragung durch Polizeibeamte weiterfahren.
Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Nach der Erstversorgung wurde der schwer verletzte Fahrer in örtliche Krankenhaus gebracht.
Erst Anfang des Monats kam es an derselben Stelle zu einem ganz ähnlichen Unfall. Bei der Verursacherin stellte die Polizei eine starke Alkoholisierung fest. Sie war mit ihrem Wagen ebenfalls über den Kreisverkehrsplatz gedonnert.
Feuerwehr mit 26 Kräften im Einsatz
Die Feuerwehr Rottweil rückte mit sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften an. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandmeister Frank Müller. Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle großflächig aus und sicherte den im Gebüsch liegenden Wagen zunächst mit einer Seilwinde. Einsatzkräfte überprüften außerdem das Fahrzeug und die nähere Umgebung, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Insassen im Wagen befunden hatten. Hinweise auf weitere Beteiligte gab es allerdings nicht.
Nachdem die Rettungs- und Bergungsarbeiten eingeleitet waren, der Verletzte im Rettungswagen versorgt wurde und das Unfallfahrzeug gesichert war, entspannte sich die Situation an der Einsatzstelle etwas. Auch die Einsatzkräfte betrachteten nun das erhebliche Trümmerfeld, das der Unfall hinterlassen hatte. Ein langedienter Feuerwehrmann kommentierte den Anblick mit einem leichten Lächeln. Das Schadensbild lasse wohl darauf schließen, dass die gefahrene Geschwindigkeit „nicht ganz regelkonform“ gewesen sei. Eine offizielle Feststellung zur Geschwindigkeit gab es zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht.
Zunächst hieß es an der Einsatzstelle, das Fahrzeug müsse wegen auslaufender Betriebsstoffe aus dem Gebüsch geborgen werden. Feuerwehrsprecher Daute stellte später klar, dass die Feuerwehr den Wagen nicht selbst herausziehen werde. Er liege sicher im Gebüsch. Die Bergung werde ein Abschleppunternehmen übernehmen.
Die Polizei war mit einer Streife vor Ort und nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Die Einsatzstelle war gesperrt, der Verkehr musste sich Umleitungen suchen.
Wie genau es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch unklar.
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