Ein Auto im Bachbett, ein Fahrer mit rund 4,2 Promille, ein weiterer mit 2,6: Die Polizei hat im Kreis Rottweil zwischen Freitag und Sonntag drei betrunkene Autofahrer gestoppt. Bei Dietingen endete die Fahrt mit einem schweren Unfall. Alle drei Männer haben ihren Führerschein abgeben müssen.
Dietingen: Auto schleudert über Wiese in Bachbett
Der schwerste Fall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag auf der Kreisstraße zwischen Gösslingen und Irslingen. Ein 24-Jähriger war dort gegen 1.40 Uhr mit seinem Audi in Richtung Irslingen unterwegs, als er nach rechts von der Straße abkam. Der Wagen rutschte nach Angaben der Polizei mehrere hundert Meter über den Grünstreifen, wurde dann in ein Bachbett katapultiert und blieb in der Böschung liegen.
Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, war niemand mehr am Auto. Die Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber suchten daraufhin die Umgebung ab. Schließlich fanden die Einsatzkräfte den schwer verletzten Fahrer. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.
Ein Alkoholtest ergab rund 1,8 Promille. Der 24-Jährige musste eine Blutprobe abgeben, seinen Führerschein ist er los. Am Audi entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro. Warum der Mann von der Straße abkam, ermittelt nun das Polizeirevier Rottweil.
Oberndorf: In Schlangenlinien bis zum Sportplatz
Bereits am Freitagnachmittag war einer Zeugin in Oberndorf ein Skoda aufgefallen, der gegen 16.15 Uhr in Schlangenlinien durch die Ignaz-Rohr-Straße fuhr. Eine Polizeistreife hielt das Auto kurz darauf auf dem Parkplatz des Sportplatzes in Hochmössingen an.
Der Atemalkoholtest beim 41-jährigen Fahrer ergab rund 4,2 Promille – ein Wert, bei dem viele Menschen kaum noch stehen können. Auch er musste Blutprobe und Führerschein abgeben.
Villingendorf: Zeugen melden unsichere Fahrweise
Am Samstagabend gegen 23.15 Uhr meldeten Zeugen einen Dacia, der auf der B 462 unsicher unterwegs war. Die Polizei fahndete nach dem Wagen und stoppte ihn schließlich in der Hochwaldstraße in Villingendorf. Beim 69-jährigen Fahrer zeigte der Test rund 2,6 Promille. Er musste zur Blutentnahme mit und seinen Führerschein abgeben.
Was den Fahrern jetzt droht
Gegen alle drei Männer wird wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt. Ab 1,1 Promille gilt ein Autofahrer als absolut fahruntüchtig, die Fahrt ist dann eine Straftat. Ab 1,6 Promille verlangt die Führerscheinstelle in der Regel eine medizinisch-psychologische Untersuchung, bevor sie den Führerschein zurückgibt.
In zwei der drei Fälle kam der entscheidende Hinweis von Zeugen. Wer einen offenbar betrunkenen Fahrer bemerkt, kann über den Notruf 110 die Polizei verständigen.
Die Ermittlungen dauern an.