Rottweil – Wer im Herbst mögliche Brutstätten von Stechmücken beseitigt, kann die Zahl der Plagegeister im kommenden Jahr verringern. Das teilt das Landratsamt Rottweil mit. Das Gesundheitsamt des Landkreises empfiehlt, Wasserbehälter zu sichern und Gefäße gründlich zu reinigen.
Die ersten lokal erworbenen Infektionen mit dem West-Nil-Virus bei Menschen in Baden-Württemberg haben das Thema Stechmücken zuletzt in die Schlagzeilen gebracht. Nach Einschätzung des Landesgesundheitsamts besteht derzeit zwar kein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung. Dennoch lohne es sich, mögliche Brutstätten im eigenen Garten im Blick zu behalten, heißt es in der Mitteilung des Landratsamts.
Stechmücken brauchen Wasser, um sich zu vermehren. Oft reichen schon kleine Mengen: In Pflanzenuntersetzern, Eimern, Gießkannen oder anderen Gefäßen können sich Larven entwickeln. Auch Regentonnen bieten geeignete Bedingungen, wenn sie nicht mückendicht abgedeckt sind.
Der Herbst sei eine gute Gelegenheit, solche Brutstätten zu beseitigen. Nina Neißner vom Gesundheitsamt Rottweil empfiehlt laut Mitteilung, Wasserbehälter zu leeren und gründlich zu reinigen. Gefäße, in denen sich Regenwasser sammeln könnte, sollten umgedreht oder trocken und geschützt gelagert werden. Regentonnen lassen sich mit einem engmaschigen, mückendichten Netz sichern. Auch ein Blick auf die Fenster lohne sich: Sind die Fliegengitter noch intakt? Müssen sie repariert oder ausgetauscht werden?
Besonders wichtig ist der Herbst nach Angaben des Landratsamts für die Asiatische Tigermücke. Sie legt ihre Eier an den Rand von Wassergefäßen. Mit bloßem Auge sind die Eier nicht zu sehen. Sie können auch kalte Temperaturen im Winter überstehen.
Wer mögliche Brutstätten frühzeitig beseitigt, erschwert den Stechmücken generell die Vermehrung im kommenden Jahr. Mit wenigen Handgriffen lasse sich schon jetzt etwas gegen die nächste Stechmückensaison tun, so die Mitteilung.