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Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugsmasche nach Reisebuchungen

Kriminelle verschicken täuschend echte Nachrichten mit echten Buchungsdaten. So schützen sich Reisende vor der Betrugsmasche.

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Wer in diesen Tagen einen Urlaub oder eine Unterkunft gebucht hat, sollte bei E-Mails und WhatsApp-Nachrichten besonders aufmerksam sein. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Kriminelle mit echten Buchungsdaten arbeiten und so täuschend echte Zahlungsaufforderungen verschicken.

Stuttgart. Die Sommerferien stehen vor der Tür, viele Menschen haben ihren Urlaub bereits gebucht. Genau diese Reisezeit nutzen Betrüger derzeit gezielt aus. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor Phishing-Mails und WhatsApp-Nachrichten, die auf den ersten Blick kaum von echten Mitteilungen eines Reiseveranstalters oder einer Unterkunft zu unterscheiden sind.

Das Besondere an der aktuellen Masche: Die Nachrichten enthalten teilweise korrekte Buchungsinformationen. Dazu gehören etwa der Name des Reisenden, die Buchungsnummer oder das Reisedatum. Dadurch wirken die Nachrichten besonders glaubwürdig. Die Empfänger werden meist aufgefordert, eine angeblich noch offene Zahlung zu leisten oder ihre Zahlungsdaten erneut zu bestätigen.

„Gerade wenn die Nachrichten echte Buchungsdaten enthalten, erkennen viele Betroffene den Betrugsversuch nicht sofort. Die Scammer werden außerdem immer besser und die Nachrichten immer professioneller“, erklärt Oliver Buttler, Reiserechtsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Kontoauszüge zuerst prüfen

Wer eine solche Zahlungsaufforderung erhält, sollte keinesfalls vorschnell handeln. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, zunächst die eigenen Kontoauszüge zu kontrollieren. So lässt sich feststellen, ob die Reise oder Unterkunft bereits vollständig bezahlt wurde oder ob tatsächlich noch eine Forderung offen ist.

Ebenso wichtig sei es, nicht auf Links in der Nachricht zu klicken und keine Kreditkarten- oder Kontodaten einzugeben. Bestehen Zweifel an der Echtheit der Nachricht, sollte die Unterkunft oder der Reiseveranstalter ausschließlich über die offiziellen Kontaktdaten kontaktiert werden – also über die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse auf der Internetseite des Anbieters oder in der ursprünglichen Buchungsbestätigung.

Datenlecks machen Betrug glaubwürdiger

Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale könnten Datenlecks die Ursache dafür sein, dass Kriminelle über echte Buchungsinformationen verfügen. Als Beispiel wird ein kürzlich bekannt gewordenes Datenleck bei der Buchungsplattform Booking.com genannt. Solche Informationen ermöglichen es Betrügern, ihre Nachrichten deutlich glaubwürdiger zu gestalten als klassische Spam-Mails.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dieser Entwicklung. Phishing-Angriffe mit echten Buchungsdaten seien deutlich schwieriger zu erkennen als herkömmliche Betrugsversuche.

Verbraucherzentrale rät zu besonderer Vorsicht

Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, jede unerwartete Zahlungsaufforderung rund um eine Reisebuchung kritisch zu hinterfragen. Wer unsicher ist, sollte den vermeintlichen Absender niemals über die in der Nachricht angegebenen Kontaktdaten erreichen wollen, sondern ausschließlich die offiziellen Kontaktmöglichkeiten des Reiseanbieters nutzen.

Gerade in der Ferienzeit rechnen Verbraucherschützer damit, dass solche Betrugsversuche weiter zunehmen. Umso wichtiger sei es, bei E-Mails und Messenger-Nachrichten rund um Reisebuchungen besonders aufmerksam zu bleiben.

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