Rat beschließt Videoüberwachung für Villa Junghans und den Park

Brandstifter vom Sommer sind ermittelt / 15.000 Euro bewilligt

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Nach einer Welle von Vandalismus besonders im Park der Zeiten im Sommer war einige Zeit Ruhe. Doch jetzt häufen sich die Meldungen über mutwillige Zerstörungen in der Stadt wieder. Am Wochenende haben Unbekannte Scheiben in der Berneckstraße, an einem Buswartehäuschen in der Schillerstraße, einem Geschäft und an der Villa Junghans eingeschlagen. Am Dienstag gar brannte ein Dixiklo an der Weihergasse.

Schramberg. Offenbar ist irgendjemand grade wieder auf einem Zerstörungstripp. Um dem Herr zu werden, möchte die Stadt im Park der Zeiten eine Videoüberwachungsanlage installieren. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Villa Junghans hatte Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann das Thema im Gemeinderat zur Sprache gebracht. Er bat um die Bewilligung von 15.000 Euro. Aus naheliegenden Gründen wollte er über das Konzept der Überwachung nicht in öffentlicher Sitzung informieren.

Mutwillige Zerstörung im Park der Zeiten im Mai. Foto: him

Serie von Brandstiftungen an der Villa aufgeklärt

Im vergangenen Sommer war die Feuerwehr mehrmals zum öffentlichen Klo in der Villa Junghans ausgerückt, weil dort Unbekannte einen Mülleimer angezündet hatten. Dank einer Videokamera habe man die Zündler ermittelt, berichtete Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. „Es waren immer dieselben Täter.“ Die Kamera sei inzwischen wieder abmontiert. „Die Villa ist uns zu wichtig, als dass wir nichts tun.“

Feuerwehreinsatz am Dienstagnachmittag wegen eines mutmaßlich abgefackelten Dixiklos an der Weihergasse. Foto: him

Rechtssicher?

Hilmar Bühler („Aktive Bürger“) fragte, ob eine solche Überwachung des öffentlichen Raums rechtssicher sei. Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß sagte, eine Videoüberwachung sei ein Eingriff in die Grundrechte. Er sei dann gerechtfertigt, wenn an einer Stelle gehäuft Straftaten begangen werden. Das sei im Park der Zeiten eindeutig der Fall.

Eine solche Überwachung gelte „nicht für 30 Jahre“, das müsse man immer wieder überprüfen. Auch die Kamera, die der Polizeivollzugsdienst wegen der Toilettenbrände installiert habe, sei rechtssicher – und erfolgreich – gewesen.

Überwachungskameras an einem Firmengelände. Archiv-Foto: him

Bühler fand die 15.000 Euro „eine Menge Geld“. Er habe seine beiden Tankstellen für diese Summe mit Videoüberwachung ausgestattet. „Der Park der Zeiten ist halt keine Tankstelle“, entgegnete Rehfuß. Der Park und die Villa seien kein abgeschlossener Raum und deshalb seien die 15.000 Euro nötig. Der Rat sah es genauso und stimmte einmütig zu.

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