Der bisherige Dorfweiher (links hinter den Büschen) soll in eine Auenlandschaft umgewandelt werden und dann Platz für den Bau einer neuen Halle (rechts auf der Asphaltfläche) bieten. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG –  Die neue Sport- und Fest­hal­le soll am bis­he­ri­gen Dorf­wei­her in Ten­nen­bronn ent­ste­hen. Das hat der Schram­ber­ger Gemein­de­rat am Don­ners­tag ein­stim­mig beschlos­sen.

Vor­aus­set­zung ist, dass der Dorf­wei­her in eine Auen­land­schaft umge­wan­delt wird.  Nach den aus­führ­li­chen Bera­tun­gen im Ort­schafts­rat und im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik ver­zich­te­te das Gre­mi­um auf einen erneu­ten Sach­vor­trag.

In der Dis­kus­si­on mach­te CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Cle­mens Mau­rer der Ver­wal­tung Vor­wür­fe bei der Stand­ort­wahl: „Wir machen jetzt fünf Jah­re da dran rum und sind wie­der an dem genau glei­chen Stand­ort.“  Sei­ne Frak­ti­on wer­de dem Stand­ort „Schiltach­aue“ zustim­men, man habe zwi­schen­durch aber „gewal­ti­ge Zwei­fel“ gehabt, auch ob der Bau­grund über­haupt geeig­net sei. Die­se Fra­gen habe die Ver­wal­tung  zufrie­den­stel­lend beant­wor­tet.

Selbstreflexion nötig

Dass der Alt­stand­ort aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht in Fra­ge käme, sei nach der Mach­bar­keits­stu­die auch ein­deu­tig. „Auch haben wir die kla­re Aus­sa­ge, dass die Hal­le in drei bis fünf Jah­ren errich­tet wer­den kann.“ Mau­rer for­der­te die Ver­wal­tung zur „Selbst­re­fle­xi­on“ auf, denn „so kann es nicht wei­ter­ge­hen”. Gemein­de­rat und Ort­schafts­rat hät­ten jah­re­lang Druck gemacht. Das sei „kein Glanz­punkt der letz­ten fünf Jah­re“ gewe­sen.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog mach­te deut­lich, dass zwar 2015 die Ent­schei­dung  für den Dorf­wei­her gefal­len sei, aber in der Fol­ge­zeit der erfor­der­li­che Grund­er­werb nicht mög­lich war, und letz­tes Jahr die Ver­hand­lun­gen end­gül­tig schei­ter­ten. Er räum­te ein: „Wir hät­ten da viel­leicht schon frü­her umschwen­ken kön­nen.“

Auch  der Spre­cher der Frei­en Lis­te, Udo Neu­deck, nahm die Ver­wal­tung in Schutz: Auch der Ort­schafts- und der Gemein­de­rat woll­ten die Mach­bar­keits­stu­die für die ver­schie­de­nen Stand­or­te. Der Hin­weis zur Selbst­re­fle­xi­on könn­te auch dem Rat gel­ten: „Auch wir hät­ten sagen können:“Hört auf mit der ewi­gen Ver­hand­le­rei!‘“

Info: Vor­ge­se­hen ist, die Hal­le auf dem der Stadt gehö­ren­den asphal­tier­ten Fest­ge­län­de zu bau­en, die Park­plät­ze sol­len tal­auf­wärts ange­legt wer­den. Mit einer neu­en Links­ab­bie­ge­spur soll eine Zufahrt von der Lan­des­stra­ße zu den Park­plät­zen ent­ste­hen. Der immer wie­der ver­lan­den­de Dorf­wei­her soll durch eine öko­lo­gisch wert­vol­le­re und dem Hoch­was­ser­schutz die­nen­de Auen­land­schaft ersetzt wer­den. Der Zeit­plan sieht vor, dass in der nächs­ten Zeit der Bebau­ungs­plan vor­be­rei­tet wird. Ende 2020 soll ein Pla­nungs­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben und Anfang 2021 ent­schie­den wer­den. Ab 2022 könn­te gebaut wer­den.