Die Stadtwerke Schramberg leiden unter einer schwachen Liquidität. Die Ursache sieht Stadtwerke-Chef Peter Kälble in zwei Darlehen der Stadt, die 2009 in Kapitalmarktdarlehen umgewandelt und an die Stadt zurückgezahlt worden waren.
Schramberg. Diese Maßnahme habe die Stadt während der Finanz- und Wirtschaftskrise vorgenommen, so Kälble in seiner Vorlage. Weiter habe eine Kapitalthesaurierung den Stadtwerken Liquidität entzogen. „Dadurch ist unser Kassenkonto nach unten gegangen.“
Nun habe der Eigenbetrieb Stadtwerke zum Jahresende ein Minus von zwei Millionen Euro aufgewiesen. Die Gemeindeprüfungsanstalt habe „diese strukturelle Fehlentwicklung in der langfristigen Finanzierung beanstandet“.
Kurzfristig wird langfristig
Um das Problem zu lösen, sollen die Stadtwerke ein Trägerdarlehen von der Stadt in Höhe von 2,3 Millionen Euro erhalten. Geschehen soll dies, indem eine kurzfristige Verbindlichkeit der Stadtwerke in ein langfristige umgewandelt werden, wie Kälble im Ausschuss für Umwelt und Technik erläutert hat. Der aktuelle Kernhaushalt der Stadt werde dadurch nicht zusätzlich belastet.
„Das hat für die Stadt keine großen Auswirkungen“, versicherte Kälble. Das sahen die Ausschussmitglieder genauso und haben dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, so zu verfahren.
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