Die Landesstraße 419 zwischen Waldmössingen und Beffendorf wird ab Montag, 17. August, voll gesperrt. Die Fahrbahnsanierung dauert voraussichtlich bis Mitte November, die Umleitung führt über Fluorn und Winzeln. Damit ist es die zweite große Vollsperrung dieses Sommers im Kreis Rottweil – und nicht die letzte.
Kreis Rottweil. Wer regelmäßig zwischen dem Schramberger Stadtteil Waldmössingen und dem Oberndorfer Ortsteil Beffendorf unterwegs ist, muss sich ab kommender Woche auf einen langen Umweg einstellen. Das Straßenbauamt des Landkreises Rottweil erneuert auf der L 419 die Fahrbahndecke und sperrt die Strecke dafür komplett. Beginn ist voraussichtlich Montag, 17. August. Fertig werden soll die Baustelle Mitte November.
Die Arbeiten laufen im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg, ausführen wird sie die Firma Gebr. Stumpp aus Balingen. Betroffen ist der Abschnitt vom Kreisverkehr in Waldmössingen bis zum Ortseingang Beffendorf. Für den überörtlichen Verkehr ist während der gesamten Bauzeit eine Umleitung über Fluorn und Winzeln ausgeschildert.
Zwei Bauabschnitte wegen der Kastellhalle
Damit die Kastellhalle, das Sportgelände und der Freizeitpark in Waldmössingen durchgehend erreichbar bleiben, teilt das Straßenbauamt die Sanierung in zwei Abschnitte. Die Trennlinie liegt in der Mitte der Zufahrt zur Kastellhalle. Begonnen wird mit dem größeren Abschnitt zwischen dem Ortseingang Beffendorf und der Halle. So soll die Zufahrt jederzeit von mindestens einer Seite möglich sein.
Bevor der Asphalt drankommt, stehen Vorarbeiten an. Im Waldstück vor Waldmössingen sind Verkehrssicherungsmaßnahmen nötig, die sich unter Vollsperrung deutlich schneller erledigen lassen. Außerdem werden die Entwässerungsgräben entlang der Strecke händisch freigelegt, um Schäden zu erkennen und gleich mit zu beheben.
Für Anlieger wird es zeitweise unbequem: Dass Grundstücke und Häuser durchgehend mit dem Auto erreichbar sind, kann das Straßenbauamt nicht zusichern. Besonders während der Asphaltarbeiten ist eine Zufahrt phasenweise nicht möglich. Die Anwohner seien informiert worden, heißt es aus dem Landratsamt.
Der Baustellensommer im Kreis geht weiter
Die L 419 ist nicht die einzige Großbaustelle. Seit dem 3. August ist die Umgehungsstraße B 14/B 27 bei Rottweil zwischen den Anschlussstellen Rottweil-Süd (Saline) und Rottweil-West (Zimmern) gesperrt. Das Regierungspräsidium Freiburg saniert dort auf rund vier Kilometern die Fahrbahn, die Kosten von etwa 1,6 Millionen Euro trägt der Bund. Der überregionale Verkehr wird über die A 81 geführt. Fertig sein soll die Baustelle zum Ende der Sommerferien, also Mitte September.
Zwei Tage nach dem Start auf der L 419 kommt die nächste Sperrung dazu: Vom 19. August bis 3. September saniert die Deutsche Bahn die Eisenbahnüberführung über der Rottweiler Straße in Göllsdorf. Die Straße ist in diesem Bereich komplett dicht, auch für Fußgänger und Radfahrer. Busse fahren über die Primtalstraße, der übrige Verkehr über die Böhringer Steige. Weil die Bahn rund um die Uhr arbeiten lässt, kündigt sie zeitweise lärmintensive Nachtarbeiten an. Die Bahnstrecke selbst ist vom 26. bis 31. August gesperrt.
Und in Rottweil selbst bleiben Friedrichsplatz und Kriegsdamm ohnehin noch lange Baustelle: Die Sperrung dort läuft seit März und ist auf zwei Jahre angelegt.
