Herren 1 der SGDS erkämpfen sich mit der Schlusssirene den Auswärtssieg

Handball

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Handball-Landesliga Herren: HK Ostdorf/Geislingen – SG Dunningen/Schramberg 24:25 (12:12).

So deutlich die Ausgangslage vor dem Spiel mit einem Blick auf die Tabellensituation zu sein schien, so ungewohnt waren die Vorzeichen vor der Partie. Entgegen dem Auswärtssieg aus der Vorwoche in Schwenningen fehlten Trainer Fix seine drei etatmäßigen Mittelmänner. Aus diesem Grund lag der Fokus in der Trainingswoche darauf, diese Ausfälle über ein angepasstes Spielsystem zu kompensieren.

Das erste Tor der Partie erzielte Hannes Haas, der im weiteren Spielverlauf noch zum Helden des Abends werden würde. Aus einer kompakten Abwehr heraus und mit einem Doppelschlag von Julian Roming ging die SGDS in der siebten Spielminute mit 3:1 in Führung. Diese konnte die SGDS bis zur zehnten Minute beim Stand von 3:5 behaupten. Durch Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel der SGDS gelang es den Gastgebern, über ihr Tempospiel besser in die Partie zu kommen. Sowar das Spiel in der 20. Spielminute beim Stand von 7:7 wieder ausgeglichen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil erspielen. So entwickelte sich über die Spielstände von 9:9 und 11:11 ein eher durchschnittliches Landesligaspiel. Das letzte Tor zum 12:12 Halbzeitstand erzielte Philipp Weidenauer vom Sieben-Meter Strich.

Trainer fordert mehr Kampfbereitschaft

In der Halbzeitpause machte Trainer Fix seiner Mannschaft klar, dass er im zweiten Durchgang eine größere Kampfbereitschaft in der Defensive sowie ein verbessertes Rückzugsverhalten forderte, um die HK Ostdorf/Geislingen öfter in den Positionsangriff zu zwingen. Außerdem sollte die Mannschaft im Angriffsspiel zwingender agieren.

Entgegen der Halbzeitansprache verpatze die SGDS den Start in die zweite Halbzeit komplett. Geislingen ging bis zur 36. Spielminute mit 16:12 in Führung gehen. Nichtsdestotrotz fing sich die SGDS bis zur 42. Minute wieder und verkürzte durch die Tore von Marco Meyer und den siebenfachen Torschützen Julian Roming auf 16:14.

Mit zunehmender Spielzeit wurde das Spielgeschehen hektischer- Die Zwei-Minuten-Strafen auf beiden Seiten nahmen zu. Den zusätzlichen Platz auf dem Spielfeld nutzten beide Mannschaften, um vermehrt durch Tore aus der zweiten Welle heraus zum Erfolg zu kommen. Mit einem Spielstand von 18:16 wurden die letzten 15 Spielminuten eingeläutet.

Die Schlussphase begann mit einer Auszeit der SGDS. Die nutzte Trainer Fix, um seine Mannschaft nochmals mit neuen taktischen Anweisungen zu versorgen. Diese setzte sein Team direkt in zwei Tore und damit zum Ausgleich von 19:19 um.

Ostdorf/Geislingen ließ sich dadurch allerdings nicht verunsichern. Die Gastgeber nutzten Nachlässigkeiten im Rückzugsspiel der SGDS, um ihrerseits zwei schnelle Tore zu erzielen. Diese Zwei-Tore-Führung hatte bis zur 56. Minute Bestand, Dadurch war die HK Ostdorf/Geislingen bereits auf der Siegerstraße.

Doch wie im bisherigen Saisonverlauf gaben die Herren der SGDS nicht auf. Lennart Kugler erzielte in der 57. Minute bei drohendem Zeitspiel den sehenswerten 24:23-Anschlusstreffer. Spätestens jetzt versagten den Gastgebern die Nerven. Die Abwehr der SGDS um den Innenblock Kugler und Brohammer ließ nun keine klare Torchance mehr zu. Dadurch sollte die SGDS den vermeintlich letzten Ballbesitz in der Partie erhalten.

Volles Risiko wird belohnt

Um das Drama an diesem Abend perfekt zu machen, wurde das vermeintlich spielentscheidende Tor von Laurin Kugler aufgrund eines Offensiv-Fouls aberkannt. Ostdorf/Geislingen sollte einen letzten Ballbesitz erhalten. Entgegen den Spielen gegen Aixheim und Weilstetten ging die SGDS nach Anweisung von Abwehrchef Kugler mit einer offensiven Abwehr volles Risiko. Sie wurde dafür belohnt. Julian Roming gelang es, acht Sekunden vor Spielende einen Passversuch abzufangen. Mit noch sechs Sekunden auf der Uhr nahm Trainer Fix seine dritte und letzte Auszeit, um den letzten Angriff der Partie zu besprechen. In Überzahl wurde so Hannes Haas auf Linksaußen freigespielt. Dieser zeigte gute Nerven. Er verwandelte den letzten Wurf der Partie mit Ablauf der Spieluhr zum viel umjubelten 24:25-Endstand. Die anschließende Freude auf dem Spielfeld kannte keine Grenzen mehr, die zuvor noch emotional aufgeladene Halle war komplett verstummt.

Für das kommende Heimspiel gegen Allensbach gilt es, die Energie des Sieges mitzunehmen und sich für die deutliche Hinspielniederlage zu revanchieren.

SG Dunningen/Schramberg

Markus Holzer (Tor), Tim Grözinger (Tor), Julian Roming (7), Marco Meyer (1), Angelo Broghammer, Tobias Fleig (1), Lukas Loga, Laurin Kugler (8), Jan Bantle, Maximilian Bantle, Lennart Kugler (1), Philipp Weidenauer (2), Hannes Haas (5), Philipp Fehrenbacher, Tim Reule und Samuel Pfaff.

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