Rottweil. Die vollständigen Ergebnislisten des siebten TK Elevator Towerrun liegen vor. In den Mannschaftswertungen vom Sonntag sind gleich drei Streckenrekorde gefallen – alle in den Feuerwehrwertungen. Die Teamwertung der Frauen gewannen Jule Glaser und Elena Stöhr, beide Jahrgang 2014, in 15:52 Minuten.
Über die Einzelwertung mit dem fünften Rottweiler Sieg von Christian Riedl (7:13 Minuten) und dem ersten von Lara Elea Eckhardt (9:30) hat die NRWZ bereits berichtet. Der Veranstalter zählt für die siebte Auflage 1.250 Starterinnen und Starter aus 19 Nationen, darunter 66 Beschäftigte von TK Elevator. Die Altersspanne reichte nach seinen Angaben von sechs bis 93 Jahren. Neben den 468 gewerteten Einzelstartern gingen 375 Zweierteams über die 1.390 Stufen und 232 Höhenmeter.

Zwei Zwölfjährige gewinnen die Teamwertung
Für die auffälligste Marke sorgte ein Duo, das zusammen 24 Jahre alt ist. Jule Glaser und Elena Stöhr, beide im Jahr 2014 geboren, gewannen die Teamwertung der Frauen in 15:52 Minuten und verwiesen zwölf Teams auf die Plätze. Sie starteten unter dem Namen „Irslingen2014“. Ein Bezug in den Landkreis lässt sich belegen: In der Ergebnisliste des Rottweiler Volksbanklaufs vom 15. Oktober 2023 stehen beide gemeinsam in einer Staffel der Grundschule Dietingen.
Die Männerwertung der Zweierteams gewannen Matthias Gall und Michael Schneider („Cool runnings“) in 10:03 Minuten, die Mixed-Wertung Maya Herzer und Lars Hartman in 11:33 Minuten. Bestes Team aus dem Landkreis war die Sportgruppe der Feuerwehr Wellendingen mit Luca Häsler und Moritz Schmeh auf Rang 17 der Männerwertung (13:23).

Drei Rekorde bei der Feuerwehr
Die härteste Disziplin des Tages laufen Feuerwehrleute in Zweierteams: in voller Einsatzkleidung, die mit Atemschutzgerät bis zu 25 Kilogramm wiegt. In dieser Wertung siegten Ferdinand Oser und Florian Böbel in 13:17 Minuten und unterboten die Bestmarke von 2018 um 40 Sekunden – Oser hatte den alten Rekord selbst mitgehalten. Zweite wurden Patrick Lebherz und Felix Conzelmann (14:56), Dritte die Vorjahressieger Philipp Großmann und Christoph Groß (15:06).
Zwei weitere Streckenrekorde fielen in den Mixed-Wertungen, die in der Mitteilung des Veranstalters nicht auftauchen. Konrad Florian Mündlein und Johanna Györffy von der Feuerwehr Konstanz blieben mit Atemschutz in 17:37 Minuten acht Sekunden unter dem Rekord von 2019. Ohne Pressluftatmer verbesserten Gaia Fignon und Nicolas Hutois aus Frankreich die eigene Vorjahresmarke auf 16:59 Minuten.
Eine Besonderheit weist die Ergebnisliste der Männer ohne Atemschutz aus: Die schnellste Zeit lief das Team der Berufsfeuerwehr Ulm mit Lukas Diebold und Hannes Widmann in 15:26 Minuten, ein weiteres Team belegte Rang drei. Beide sind in der Liste mit einem Sternchen versehen und laut Fußnote des Zeitnehmers „von der Siegerehrung ausgeschlossen“. Der Veranstalter nennt in seiner Mitteilung entsprechend ein Podest ohne diese Teams: Jan Leidolt und Timo Hubenschmid von der Feuerwehr Singen, Abteilung Friedingen (17:57), vor Christian Rau und Andreas Engelhardt (19:18) sowie André Jeserig und Elias Lechner (19:31). Bei den Frauen gewannen Ida Schwarz und Maja Nowak in 27:44 Minuten vor Nicole Hirt und Deborah Erhardt (28:22).
Die Rottweiler Feuerwehr im vorderen Drittel
Aus dem Landkreis war vor allem die Feuerwehr Rottweil stark vertreten. Ihr bestes Team, Johannes Peter und Dominik Jauch, kam mit Atemschutz auf 17:06 Minuten und damit auf Rang 11 von 120 gewerteten Teams. In der Mixed-Wertung mit Pressluftatmer erreichten Julia Leisner und Sebastian Roth als Dritte das Podest (20:38). Weitere Teams stellten die Feuerwehren aus Zimmern ob Rottweil, Dornhan, Beffendorf und Wellendingen.
In der Sonderwertung der Polizei gingen 80 Läuferinnen und Läufer an den Start, fast alle von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg. Sie war damit die mit Abstand größte Gruppe im Feld. Schnellster Polizist war Matthias Syska in 7:56 Minuten, der damit zugleich Vierter der Gesamtwertung wurde. Bei den Frauen gewann Eva Schmitt die Polizeiwertung in 11:45 Minuten.
Eine Staffelwertung, die es in früheren Jahren gab, stand 2026 nicht im Programm. Die vollständigen Listen aller Wertungen veröffentlicht der Veranstalter auf der Internetseite des Towerrun.
Bildergalerie
Alle Fotos: Ralf Graner
































































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