SCHRAMBERG – Etwa 150 bis 200 Mitarbeiter bei Mahle in Rottweil werden bis Jahresende statt 35 nur noch 31,5 Wochenstunden arbeiten. Das hat der für den Kolbenhersteller zuständige IG-Metallsekretär Thomas Bleile bestätigt.
Der Grund sei, dass von den Automobilherstellern „weniger Abrufe“ erfolgten. Deshalb fahre Mahle die Produktion runter. Betroffen seien aber nur einzelne Bereiche. Über verschiedene Modelle versuche man die finanziellen Folgen für die Beschäftigten zu begrenzen. So bauten einige „Plusstunden“ aus der Vergangenheit ab. Bleile betont ausdrücklich, dass es sich bei Mahle nicht um Kurzarbeit handle. Dabei springt die Agentur für Arbeit bei den Lohnkürzungen ein und sorgt für einen Teilausgleich.
Standortsicherungsvertrag
Bei Mahle bestehe ein Standortsicherungsvertrag, so Bleile. Alle Sonderzahlungen seien erhalten geblieben. Als Zugeständnis an den Arbeitgeber habe man die Arbeitszeitabsenkung zugestanden, „sollte es zu Beschäftigungsproblemen kommen“. Das sei nun eingetreten. Erst wenn diese Maßnahme nicht ausreiche, könne es bei Mahle auch zu Kurzarbeit kommen, erklärt der IG-Metaller. „Da muss man abwarten, wie sich das im nächsten Jahr entwickelt.“
Am Freitagmittag sei von der Werkleitung keine Stellungnahme mehr zu erhalten, so die Auskunft einer Mitarbeiterin.
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