Benachrichtigung

Rückrufe bei Rewe und Edeka: Schimmel in Bohnen, Metall in Keksen – die Shopping-News der Woche

Auch Kunststoff in Kochkäse. In Dietingen verschiebt sich die Asphaltierung am künftigen Markt. Aldi, Lidl und Norma senken erneut am selben Tag die Preise.

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NRWZ Shopping-News der Woche. iStock-Foto

Drei Lebensmittelrückrufe dieser Woche treffen Ketten, die auch im Kreis Rottweil Filialen haben. Die Wurzener Nahrungsmittel GmbH ruft „Weiße Bohnen“ in der 500-Gramm-Packung wegen möglicher Schimmelspuren zurück; das Produkt lag bei Rewe, Edeka, Globus und Selgros im Regal. Der Schweizer Hersteller Kägi warnt vor Metallteilen in sechs Sorten seiner Butterbiscuits, die in Deutschland über Edeka und Rewe verkauft wurden. Und in „Schneiders hausgemachtem Kochkäse mit Kümmel“ können Kunststoffteile stecken. In Dietingen verzögert sich unterdessen die Asphaltierung an der Zufahrt zum künftigen Lebensmittelmarkt, und Aldi, Lidl und Norma haben zum dritten Mal in Folge am selben Tag die Preise gesenkt.

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Rückrufe

Der Rückruf mit der größten Reichweite betrifft Weiße Bohnen. Die Wurzener Nahrungsmittel GmbH nimmt die 500-Gramm-Packung „Wurzener Weiße Bohnen“ mit der Artikelnummer 4013138003894 zurück, weil bei einer Qualitätskontrolle Schimmelspuren an einzelnen Bohnen gefunden wurden. Betroffen sind vier Chargen: L60651B mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6. Februar 2028, L60752B mit dem 13. Februar 2028, L60831B mit dem 18. Februar 2028 und L61721B mit dem 21. April 2028. Verkauft wurde die Ware nach Angaben des Herstellers bundesweit über Rewe, Edeka, Globus und Selgros. Wer eine der Packungen zu Hause hat, kann sie bis zum 15. Oktober in der Filiale zurückgeben; der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Die Meldung steht bei produktwarnung.eu, die Chargenliste auch bei t-online.

Beim zweiten Fall geht es um Metall. Die Kägi Söhne AG aus der Schweiz ruft sechs Varianten ihrer Butterbiscuits zurück, weil Metallfragmente in die Ware gelangt sein können – darunter die 200-Gramm-Packung, Doppel- und Dreierpackungen sowie die Mini-Großpackung mit 1.650 Gramm. Erkennbar sind die betroffenen Packungen an den Chargencodes KHR und KHQ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28. August 2027 und 28. September 2027. In Deutschland wurden die Kekse nach Herstellerangaben über Edeka und Rewe verkauft; zu einzelnen Verkaufsstellen oder Regionen macht das Unternehmen keine Angaben, Baden-Württemberg ist also nicht ausgeschlossen. Die Rückgabe ist ohne Kassenbon möglich. Einzelheiten stehen bei produktwarnung.eu.

Der dritte Rückruf betrifft Käse. Die Käserei Schneider nimmt „Schneiders hausgemachten Kochkäse mit Kümmel“ im 200-Gramm-Becher mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. November 2026 und der EAN 4016986624129 zurück, weil in einzelnen Bechern Kunststoffteile sein können. Verletzungen in Mund und Rachen seien nicht auszuschließen. Verkauft wurde der Kochkäse unter anderem über Rewe, wo die Erstattung ohne Kassenbon läuft. Fragen beantwortet der Hersteller montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 05572/921820. Auch dieser Fall ist bei t-online dokumentiert.

Vier weitere Rückrufe dieser Woche betreffen keine der acht großen Ketten: Sesampaste der Marke Chtoura Garden wegen Salmonellenverdachts (nach dem amtlichen Portal lebensmittelwarnung.de nur in Bayern verkauft), Timut-Pfeffer von Peugeot Saveurs mit der Charge TPSDHY23RNHN, ebenfalls wegen Salmonellenverdachts (Nordrhein-Westfalen), Toskana-Mini-Salami von Franchi mit der Charge 1030 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15. Februar 2027 wegen Metalldrahtresten (Bayern) sowie Fruchtgummis, die der Non-Food-Händler Action zurücknimmt, weil sie vor dem aufgedruckten Datum schimmeln können.

Aus dem Kreis Rottweil

In Dietingen dauert die Baustelle am Ortseingang länger als geplant. Der für Mittwoch und Donnerstag der vergangenen Woche angekündigte Asphalteinbau an der Zufahrt zum künftigen Lebensmittelmarkt konnte nach Angaben der Gemeindeverwaltung wegen technischer Probleme nicht fertiggestellt werden. Die Deckschicht soll nun voraussichtlich am Mittwoch, 7. Oktober, eingebracht werden. Der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen über die parallel verlaufende Fronstraße umgeleitet – vergangene Woche war er an der Baustelle noch einspurig vorbeigeführt worden. Welches Unternehmen den Markt betreiben wird, nennt die Mitteilung weiterhin nicht; im Gemeinderat war Ende Juli ein Netto-Markt im Sondergebiet „Fülgraben“ vorgestellt worden. Einen Eröffnungstermin gibt es nicht.

Praktische Folgen für den Kreis haben vor allem die Rückrufe. Rewe betreibt seit diesem Jahr einen Markt in der Schramberger Straße in Rottweil, Edeka-Märkte gibt es im gesamten Landkreis – die drei zurückgerufenen Produkte können also auch hier verkauft worden sein. Keiner der drei Hersteller nennt einzelne Filialen.

Zum ehemaligen Real-Markt in Oberndorf, den Edeka Südwest zu einem E-Center umbauen lässt, gibt es weiter keinen bestätigten Eröffnungstermin. In den Mitteilungen der Regionalgesellschaft aus dieser Woche kommt der Standort nicht vor. Auch zur zweimal beanstandeten Kaufland-Filiale in Schramberg ist seit dem Bericht vom vergangenen Dienstag nichts Neues bekannt geworden.

Aldi

Aldi hat am Donnerstag die Preise für mehr als 30 Artikel aus den Bereichen Snacks, Süßwaren und Getränke dauerhaft gesenkt, nach Unternehmensangaben um bis zu 28 Prozent. Der Premium-Nussmix der Marke Trader Joe’s (200 Gramm) kostet jetzt 2,99 statt 3,79 Euro, trockengeröstete Erdnüsse von Farmer (150 Gramm) 0,69 statt 0,89 Euro, Tortilla Chips von Sun Snacks (300 Gramm) 1,19 statt 1,49 Euro. Bei den Süßwaren fallen Mingles-Bonbons (88 Gramm) von 1,49 auf 0,79 Euro und Choceur Milk & Crisp (211,5 Gramm) von 2,49 auf 1,99 Euro. Bei den Getränken kostet der Sechserpack River Cola (0,33 Liter) 1,69 statt 2,29 Euro, die 1,5-Liter-Flasche 0,49 statt 0,65 Euro. Wie schon bei früheren Runden gilt nicht jede Senkung bei beiden Gesellschaften; im Kreis Rottweil zählt allein Aldi Süd.

Daneben verweist der Discounter auf einen Testerfolg: Bei der Untersuchung von 24 Rapsölen durch die Stiftung Warentest liegt das nativ kaltgepresste Rapsöl der Eigenmarke Bellasan mit der Note 1,6 vorn – gleichauf allerdings mit dem raffinierten Öl der Marke Rapso, das 5,53 Euro je Liter kostet, während Aldi 2,58 Euro verlangt. Der Preisunterschied, nicht die Qualität, ist hier das Ergebnis: 22 der 24 geprüften Öle schnitten mit „gut“ ab. Schlusslicht war ein Rapsöl mit Butteraroma, das wegen unklarer Kennzeichnung der Aromastoffe auf 4,0 kam, nicht wegen des Geschmacks. Die Einzelergebnisse hat unter anderem ZDFheute aufgeschlüsselt.

Edeka

Edeka ist diese Woche doppelt von Rückrufen betroffen: Sowohl die Wurzener Bohnen als auch die Kägi-Butterbiscuits wurden über die Märkte des Verbunds verkauft. Mitteilungen dazu gibt es von Edeka selbst nicht; informiert haben die Hersteller.

Edeka Südwest, die für den Landkreis zuständige Regionalgesellschaft, meldet den Abschluss der Weinlese. Der Ortenauer Weinkeller hat nach eigenen Angaben in 17 Tagen mehr als vier Millionen Kilogramm Trauben angenommen, zuletzt am 17. September; das Einzugsgebiet reicht von Baden-Baden bis Ettenheim. Begonnen hatte die Lese Ende August mit Spätburgunder und Cabernet Dorsa. Die Mengenangabe lässt sich aus der Mitteilung nicht mit dem Vorjahr vergleichen, weil die Gesellschaft keine Vergleichszahl nennt.

Zwei weitere Meldungen der Regionalgesellschaft betreffen Orte außerhalb der Region: In Neuhausen auf den Fildern im Kreis Esslingen wurde am 29. September Richtfest für einen neuen Edeka-Markt in der Bernhäuser Straße gefeiert, den eine Kaufmannsfamilie im Frühjahr 2027 eröffnen will. Und an der Dualen Hochschule Heilbronn kochten Schülerinnen und Schüler aus Ilsfeld mit Lebensmittelresten – eine Aktionswoche, die Edeka Südwest zusammen mit dem Land und der Landeszentrale für Ernährung ausrichtet. Zahlen zu vermiedenen Abfällen nennt die Mitteilung nicht.

Kaufland

Kaufland baut seine Drogerieabteilung um und will damit Kunden abfangen, die bisher zusätzlich zu dm oder Rossmann gehen. Das Sortiment soll nach Unternehmensangaben mehr als 9.000 Artikel umfassen, davon rund 3.300 in Bio-Qualität. Die Eigenmarke Bevola wird neu gestaltet, mit anderen Düften, einer dreistelligen Nummerierung zur Orientierung und beleuchteten Regalaufsätzen mit Duftstationen. Dazu kommen niedrigere Regale und hellere Farben. Getestet wird das Konzept zunächst in fünf Filialen – vier in Berlin, eine in Sinsheim. Eine Filiale in Berlin-Prenzlauer Berg erhält für drei Monate ein „Drogerie-Studio“ mit KI-gestützten Spiegeln zur Haut- und Haaranalyse sowie Styling-Beratung. Für den Kreis Rottweil ändert sich damit zunächst nichts; wann und ob die Umbauten in die Breite gehen, sagt das Unternehmen nicht.

Außerdem tritt Kaufland zusammen mit den anderen Unternehmen der Schwarz Gruppe auf der Immobilienmesse Expo Real in München auf. Standortentscheidungen für den Südwesten sind damit nicht verbunden.

Lidl

Lidl hat am selben Donnerstag wie Aldi und Norma die Preise gesenkt, ebenfalls bei mehr als 30 Artikeln aus den Bereichen Snacks, Süßes und Getränke, nach Unternehmensangaben um bis zu 26 Prozent. Studentenfutter Classic der Eigenmarke Alesto (200 Gramm) kostet jetzt 1,69 statt 2,29 Euro, Cashewkerne (200 Gramm) 2,49 statt 2,89 Euro, Flips von Snack Day 0,79 statt 0,99 Euro. Bei den Süßwaren der Marken Mister Choc, Sweet Corner und Jetgum liegen die Senkungen zwischen 20 und 29 Prozent, etwa bei Fruchtgummi von Sweet Corner, das von 1,39 auf 0,99 Euro fällt. Freeway Cola (1,5 Liter) kostet 0,49 statt 0,65 Euro, Apfelschorle von Solevita (4,5 Liter) 2,99 statt 3,49 Euro. Das Unternehmen gibt an, die Preise gelten bundesweit einheitlich; eine Befristung nennt es nicht, das Wort „dauerhaft“ anders als Aldi und Norma aber auch nicht.

Netto

Von Netto Marken-Discount gab es in dieser Woche keine neue Mitteilung. Die jüngste stammt vom 24. September und betrifft Lebensmittelabfälle: Der Discounter gibt an, sein Zwischenziel erreicht zu haben und bis Ende 2025 gegenüber dem Basisjahr 2023 30 Prozent weniger Lebensmittel weggeworfen zu haben; bis 2030 sollen es 50 Prozent sein. Mindestens 90 Prozent der mehr als 4.430 Filialen geben überschüssige Ware an Tafeln und ähnliche Einrichtungen ab. Die Zahlen beruhen auf Eigenangaben und sind nicht unabhängig geprüft.

Für den Kreis Rottweil bleibt Netto trotzdem das Unternehmen, das man im Blick behalten muss: Im Gemeinderat Dietingen war im Juli ein Netto-Markt am Ortseingang vorgestellt worden, an dessen Zufahrt diese Woche gebaut wurde. Filialen betreibt die Kette im Kreis unter anderem in Zimmern ob Rottweil, Villingendorf, Deißlingen, Schramberg und Oberndorf.

Norma

Norma hat zum Oktoberbeginn nach eigenen Angaben die fünfte Preissenkung innerhalb weniger Wochen vorgenommen, wieder dauerhaft. Bei den Nüssen der Eigenmarke Ardilla kostet Studentenfutter (200 Gramm) 1,69 statt 2,29 Euro, der Premium-Nussmix (200 Gramm) 2,99 statt 3,79 Euro, Cashewkerne (200 Gramm) 2,49 statt 2,89 Euro, Mandeln (125 bis 150 Gramm) 1,79 statt 1,99 Euro. Bei den Knabberartikeln der Marke Pfiff fallen Tortilla Chips (300 Gramm) auf 1,19 statt 1,49 Euro, Erdnuss-Flips (200 Gramm) und Linsenchips (90 Gramm) je auf 0,79 statt 0,99 Euro. Bei den Getränken der Marke Surf kostet die 0,33-Liter-Dose Cola 0,29 statt 0,39 Euro, die 1,5-Liter-Flasche Limonade 0,49 statt 0,65 Euro, der Sechserpack 2,94 statt 3,90 Euro. Halsbonbons von Bona Vita sinken von 1,09 auf 0,54 Euro. Norma weist darauf hin, dass die Senkungen je nach Verfügbarkeit regional unterschiedlich ausfallen können.

Bemerkenswert ist erneut der Gleichklang: Es ist die dritte Woche in Folge, in der Aldi, Lidl und Norma am selben Donnerstag dieselben Warengruppen verbilligen – diesmal Nüsse, Chips und Limonade. Mehrere Endpreise stimmen auf den Cent überein. Studentenfutter im 200-Gramm-Beutel kostet bei Lidl und Norma jeweils 1,69 statt 2,29 Euro, Cashewkerne in derselben Größe jeweils 2,49 statt 2,89 Euro. Den Premium-Nussmix (200 Gramm) verkaufen Aldi und Norma für 2,99 statt 3,79 Euro, Tortilla Chips (300 Gramm) für 1,19 statt 1,49 Euro. Und die 1,5-Liter-Flasche Cola kostet bei allen drei Discountern jetzt 0,49 statt 0,65 Euro. Bei identischen Grundsortimenten und denselben Lieferanten ist das erklärbar – erkennbar ist aber auch, dass die drei Ketten ihre Preisrunden offensichtlich aufeinander abstimmen oder sich mindestens sehr genau beobachten.

Penny

Von Penny gab es in dieser Woche keine neue Mitteilung. Die jüngste stammt vom 15. September und betrifft einen von einem DJ gestalteten Markt in Hamburg. Penny gehört zur Rewe Group; die Rückrufe dieser Woche betreffen die Discount-Schiene nach Angaben der Hersteller nicht.

Rewe

Rewe ist die Kette, die in dieser Woche am häufigsten genannt wird – und zwar in allen drei Rückrufen. Weiße Bohnen, Butterbiscuits und Kochkäse wurden über Rewe-Märkte verkauft, in allen drei Fällen wird der Kaufpreis ohne Kassenbon erstattet. Eine eigene Mitteilung dazu hat das Unternehmen nicht veröffentlicht; die Rückrufe gehen von den Herstellern aus.

Für Vereine im Kreis läuft die Sammelaktion „Scheine für Vereine“ noch bis zum 11. Oktober. Je 15 Euro Einkaufswert gibt es einen Vereinsschein, bei Nutzung der Rewe-App einen zweiten, im Baumarkt der Konzerntochter Toom je 30 Euro einen. Wer Scheine zu Hause liegen hat, sollte sie in der kommenden Woche einlösen.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
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