Bei zwei Lebensmittelkontrollen in einer Kaufland-Filiale haben Kontrolleure in diesem Jahr verdorbene Ware in der Obst- und Gemüseabteilung festgestellt. Die betroffenen Lebensmittel wurden jeweils noch während der Kontrolle entsorgt. Das Unternehmen erklärt in einer aktuellen Stellungnahme, die täglichen Frischekontrollen verstärkt und die Mitarbeiter zusätzlich geschult zu haben.
Schramberg. Spinat mit Fäulnis, Möhren mit schwarzem Schimmel und eine Ananas mit blauem Schimmel am Boden: Die amtliche Lebensmittelüberwachung hat bei einer Kontrolle am 4. August 2026 in der Kaufland-Filiale in der Bahnhofstraße 30 in Schramberg zahlreiche Waren beanstandet. Es war bereits der zweite veröffentlichte Befund dieser Art in diesem Jahr für den Markt. Das geht aus den Veröffentlichungen des Landratsamts Rottweil auf dem Landesportal Verbraucherinfo BW hervor.
Spinat, Möhren und weitere Waren betroffen
Den jüngsten Eintrag veröffentlichte die Behörde am 17. September. Darin heißt es, in der Obst- und Gemüseabteilung seien nicht sichere, für den Verzehr durch den Menschen ungeeignete Waren zu Verkaufszwecken bereitgehalten beziehungsweise zum Verkauf angeboten worden. Betroffen waren unter anderem sieben Packungen Blattspinat zu je 500 Gramm und zwei Packungen Babyspinat zu je 150 Gramm mit Fäulnis. Bei drei Kilogrammpackungen Bio-Speisemöhren und einer 200-Gramm-Packung Snackmöhren stellten die Kontrolleure schwarzen Schimmel fest. Auch drei Packungen Bayerische Rispentomaten zu je 650 Gramm wiesen laut Behörde Fäulnis auf, eine davon zusätzlich Schimmel. Hinzu kamen eine Packung Bio-Kräuterseitlinge mit Schimmel, fünf Cantaloupe-Honigmelonen mit Fäulnis, darunter eine zusätzlich mit Schimmel, sowie ein Netz Mandarinen und zwei Kilogrammschalen weißfleischige Plattpfirsiche mit Fäulnis. An einer Ananas wurden blauer Schimmel am Boden und Fäulnis am Strunk festgestellt.
Die beanstandete Ware wurde unmittelbar aus dem Verkehr genommen. „Sämtliche vorgefundenen nicht sicheren Lebensmittel wurden noch während der Kontrolle am 04.08.2026 freiwillig entsorgt“, hält die Behörde fest.
Bereits im Januar verdorbenes Gemüse festgestellt
Schon am 20. Januar 2026 hatte die Lebensmittelüberwachung in derselben Filiale Gemüse mit Fäulnis beziehungsweise Schimmel vorgefunden. Damals ging es um sechs Tüten Paprika-Mix zu je 500 Gramm, sechs Schalen Ackersalat zu je 150 Gramm, eine Schale Cherryrispentomaten, eine Tüte grünen Spitzpaprika sowie einen Kopfsalat und einen Bund Koriander. Die Tomaten waren mit Schimmel befallen, bei den übrigen genannten Waren wurde Fäulnis beanstandet. Auch diese Lebensmittel wurden nach Angaben der Behörde noch während der Kontrolle freiwillig entsorgt.
Der Januar-Befund wurde am 10. Juni veröffentlicht. Beide Einträge betreffen die Kaufland Vertrieb BETA GmbH & Co. KG als Betreiberin der Filiale.
Kaufland: Frischekontrollen verstärkt und Mitarbeiter geschult
Eine Unternehmenssprecherin erklärt in einer aktuellen Stellungnahme: „Unsere hohen Qualitätsstandards gelten selbstverständlich auch für unsere Filiale in Schramberg. Die Filiale wird jeden Tag mit frischem Obst und Gemüse beliefert. Wir haben die täglichen Frischekontrollen durch unsere Mitarbeiter nochmals erhöht.“ Alle Mitarbeiter seien zudem noch einmal zusätzlich geschult worden, „damit wir unserem Qualitätsanspruch dauerhaft gerecht werden“, heißt es seitens des Unternehmens.
Wann genau die zusätzlichen Maßnahmen eingeführt wurden und wie es zu den beiden Beanstandungen kommen konnte, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.
Die amtlichen Veröffentlichungen dokumentieren die Zustände an den beiden Kontrolltagen, nicht den heutigen Zustand der Abteilung. Angaben zu Erkrankungen von Kunden oder dazu, ob die konkret beanstandete Ware zuvor tatsächlich verkauft worden war, enthalten die Einträge nicht.
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