Netto plant im Dietinger Sondergebiet „Fülgraben” einen neuen Markt mit rund 5.000 Artikeln, wie eine Vertreterin des Unternehmens dem Gemeinderat Ende Juli vorstellte. Die Eröffnung ist frühestens im kommenden Jahr vorgesehen und hängt vom weiteren Baugenehmigungsverfahren ab. Bundesweit treibt Rewe unterdessen die Übernahme insolventer Feneberg-Filialen im Allgäu voran, während Aldi, Lidl und Netto ihre neuen Auszubildenden begrüßen. Rückrufe der großen Ketten gab es in dieser Woche nicht.

Netto plant Neubau im Kreis Rottweil
Der Lebensmittelkonzern Netto will im Sondergebiet „Fülgraben” in Dietingen einen neuen Markt errichten. Wie Gebietsleiterin Irina Merenca dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Juli vorstellte, soll das Grundstück rund 5.300 Quadratmeter groß sein. Geplant sind ein Sortiment von rund 5.000 Artikeln, davon mehr als 2.000 Markenartikel, sowie 71 Parkplätze und eine Ladesäule mit zwei Stellplätzen für Elektroautos. Der Markt soll täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein und rund 20 neue Arbeitsplätze schaffen, darunter auch Ausbildungsplätze.
Nach Angaben des Unternehmens ist mit einer Bauzeit von rund zehn Monaten zu rechnen, die Eröffnung ist für das kommende Jahr vorgesehen – ein genauer Termin steht wegen des noch laufenden Baugenehmigungsverfahrens nicht fest. Erste Erschließungsarbeiten für Kanal-, Wasser- und Stromleitungen an der Kapellenstraße begannen bereits am 20. Juli und dauern nach Gemeindeangaben bis Ende Oktober, mit einer Pause während der Handwerkerferien Anfang bis Ende August. Hintergrund des Vorhabens ist die Schließung des bisherigen Nahversorgers, eines Edeka-Markts, im vergangenen Jahr; die Gemeinde hatte seither nach einer Nachfolgelösung gesucht. Details zur Sitzung sind in den Sitzungsergebnissen der Gemeinde Dietingen nachzulesen.
Im nahen Rottweil hatte Rewe im April einen neuen Markt in der Schramberger Straße eröffnet; Neuigkeiten dazu gibt es in dieser Woche nicht.
Aldi
Bei Aldi Nord beginnen im August und September nach Unternehmensangaben mehr als 1.100 neue Auszubildende und dual Studierende ihre Ausbildung, verteilt auf die Bereiche Verkauf, Verwaltung und Logistik. Aldi Süd kooperiert unterdessen mit dem Gärtnereibetrieb Vitarom Straelen Bio: In einem neuen, 6,8 Hektar großen Gewächshaus am Niederrhein, das mit Photovoltaik, Geothermie und einer datengestützten Bewässerungssteuerung betrieben wird, wachsen künftig Bio-Tomaten für den Discounter. Die erste Ernte ging bereits im April in den Verkauf, bis November sollen die Tomaten in fünf Bundesländern erhältlich sein, wie der Fachdienst Fruchthandel berichtete.
Edeka
Edeka wird ab der Saison 2026/27 nach eigenen Angaben offizieller Ernährungspartner des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Der Handelskonzern beliefert künftig die WWK Arena und erhält das Namensrecht am Familienbereich des Stadions; ähnliche Sport-Partnerschaften unterhält Edeka bereits mit dem DFB, dem HSV und dem SC Freiburg. Auf regionaler Ebene hat Edeka Südwest die Gewinner seines Umweltwettbewerbs „Unsere Heimat” 2026 bekanntgegeben. Ausgezeichnet wurden unter anderem ein Landwirt aus Saulheim für eine Agroforstfläche sowie der Naturschutzbund Lörrach; die Preisträger erhalten laut Edeka bis zu 2.000 Euro Förderung je Projekt. Seit dem Start des Wettbewerbs 2014 mit der Stiftung NatureLife-International wurden nach Unternehmensangaben rund 320 Projekte mit insgesamt 786.000 Euro gefördert.
Kaufland
Kaufland kündigte eine Partnerschaft mit dem Bio-Anbauverband Naturland an. Ab 2027 sollen die Eigenmarken K-Bio und K-Plant-Based zusätzlich in Naturland-Qualität angeboten werden, wie Kaufland mitteilte. Die Naturland-Standards gehen nach Angaben des Verbands über die EU-Bio-Vorgaben hinaus, etwa durch eine Pflicht zur Ganzbetriebsumstellung, strengere Grenzwerte bei Düngemitteln und höhere Anforderungen an das Tierwohl. Bei seinen Bio-Eigenmarken kooperiert Kaufland bereits mit den Anbauverbänden Bioland und Demeter.
Lidl
Bei Lidl Deutschland haben nach Unternehmensangaben mehr als 3.000 neue Auszubildende und dual Studierende ihre Ausbildung begonnen. Zudem tritt der Discounter als Hauptsponsor und offizieller Frischepartner der Lidl Deutschland Tour auf, einem Etappenrennen für Radprofis, das vom 19. bis 23. August in Südwestdeutschland stattfindet. Die Partnerschaft läuft nach Unternehmensangaben mindestens bis 2028; das Finale der Deutschland Tour findet in Heilbronn statt, begleitet von einem Jedermann-Rennen für Hobbysportler.
Netto
Netto Marken-Discount hat unter dem Namen „Welcome Days” ein neues Einführungsprogramm für seine Auszubildenden gestartet. Nach Unternehmensangaben beginnen in diesem Jahr mehr als 1.700 junge Menschen eine Ausbildung in 20 Berufsbildern; das Unternehmen betreibt bundesweit rund 4.430 Filialen mit etwa 89.000 Beschäftigten. Parallel läuft eine Spendenaktion zugunsten von rund 1.400 lokalen Vereinen: Bis zum 28. November können Kundinnen und Kunden an der Kasse aufrunden oder Pfandbons spenden. Im vergangenen Jahr kamen laut Netto mehr als 700.000 Euro zusammen.
Norma
Von Norma gab es in dieser Woche keine berichtenswerten neuen Pressemeldungen.
Penny
Auch von Penny lag in dieser Woche keine eigenständige Nachricht mit überregionaler Relevanz vor.
Rewe
Rewe treibt die Übernahme mehrerer insolventer Feneberg-Filialen im Allgäu voran. Der Handelskonzern hatte den Zusammenschluss von 35 Standorten Mitte Juli beim Bundeskartellamt angemeldet; die kartellrechtliche Vorprüfung soll Mitte August abgeschlossen sein, wie das Fachportal Rundschau berichtete. Betroffen sind rund 3.700 Arbeitsplätze, die nach Angaben der Beteiligten erhalten bleiben sollen. Bislang hatte Edeka Südbayern die insolvente Kette beliefert; durch die Neuordnung verliert das Unternehmen nach diesem Bericht Geschäft an 72 Feneberg-Standorten in der Region zwischen Augsburg und dem Bodensee.
Rewe kooperiert zudem mit dem Unternehmen VetVise, um mithilfe von Kamera- und Sensortechnik das Tierwohl bei Schweinen und Geflügel anhand objektiver Daten statt reiner Regelkonformität zu bewerten. An dem Forschungsprojekt sind unter anderem die Universitäten Vechta und die Freie Universität Berlin sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover beteiligt, wie das Fachmagazin Topagrar berichtete.