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CDU fordert Kostenübersicht für Rottweiler Kombibad – Grundlage für mögliches Bürgerengagement

Die CDU-Fraktion will wissen, was Sole-Nutzung und 50-Meter-Becken im neuen Kombibad kosten würden. Die Zahlen könnten zur Grundlage für Bürgerengagement werden.

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Freibad und Aquasol wurden seinerzeit durch bürgerschaftliches Engagement unterstützt, was auch durch entsprechende Gedenktafeln dokumentiert ist. Foto: Martin Baumgartner, pm

Rottweil. Die CDU-Stadtratsfraktion fordert eine Darstellung der Mehrkosten für die Nutzung der Sole sowie für den Erhalt eines 50-Meter-Beckens im geplanten Kombibad. Die Zahlen sollen als Grundlage für mögliches bürgerschaftliches Engagement dienen.

Die Fraktion begründet ihre Initiative damit, dass die Nutzung der Sole und das 50-Meter-Becken aus Kostengründen bislang nicht Teil der Planung für das neue kombinierte Hallen- und Freibad seien. Dies habe in der Bürgerschaft zentrale Fragen aufgeworfen. Zugleich sei im Gemeinderat darauf hingewiesen worden, dass Erweiterungen des Projekts nur mit bürgerschaftlichem Engagement umsetzbar seien.

Im Einzelnen verlangt die CDU-Fraktion für beide Punkte eine Kalkulation der Investitions- und Betriebskosten sowie eine Einschätzung des zeitlichen Rahmens für eine mögliche Umsetzung. Für die Nutzung der Sole soll zusätzlich geklärt werden, in welchem Umfang die Rottweiler Sole künftig weiterverwendet werden könnte. Die Zahlen sollen eine Grundlage für Entscheidungen über mögliches bürgerschaftliches Engagement liefern. „Man muss wissen, wofür man sich einsetzt“, sagt die Fraktionsvorsitzende Monika Hugger.

Hintergrund: Diskussion im Gemeinderat

Die Debatte um das Kombibad beschäftigt den Rottweiler Gemeinderat seit Monaten. Nach bisherigen Planungen soll das neue Bad am Standort des Freibads entstehen und rund 40 Millionen Euro kosten.

Vorgesehen ist derzeit ein funktional ausgerichtetes Kombibad mit einem 25-Meter-Becken, Nichtschwimmer- und Kinderbereich sowie ergänzenden Angeboten wie Sauna und Gastronomie.

Das ist aktuell beim Kombibad geplant

  • Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibads am Freibadstandort
  • Investitionsvolumen: rund 40 Millionen Euro
  • Geplant: 25-Meter-Schwimmbecken, Nichtschwimmerbereich, Kinderbecken
  • Ergänzend: Sauna- und Gastronomiebereich
  • Nicht vorgesehen: Solebecken und 50-Meter-Becken

Nicht vorgesehen sind bislang ein Solebecken sowie der Erhalt des bestehenden 50-Meter-Beckens im Freibad. Beide Punkte waren in den Beratungen aus Kostengründen zurückgestellt worden. Gleichzeitig wurde im Gemeinderat signalisiert, dass Erweiterungen grundsätzlich möglich wären – sofern zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden.

Die Frage nach der Sole-Nutzung ist zudem auch rechtlich und organisatorisch komplex: Die Genehmigung für die Förderung der Rottweiler Sole läuft nach aktuellem Stand in den kommenden Jahren aus und müsste verlängert werden.

In der Bürgerschaft sorgt insbesondere der mögliche Wegfall des 50-Meter-Beckens und der Sole seit Bekanntwerden der Pläne für Diskussionen.

Was „bürger­schaftliches Engagement“ bedeuten kann

  • Finanzierung über Spenden oder Bürgeraktionen
  • Gründung eines Fördervereins möglich
  • Beteiligung von Unternehmen (Sponsoring)
  • Beispiele aus anderen Städten: Zusatzangebote oft durch Bürgerspenden realisiert
  • Voraussetzung: transparente Kosten und klare Zielsumme
Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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