Ein Hoffnungsschimmer für die Sozialwohnungen unterm Wasserturm? Was bisher deutlich zu teuer war, könnte durch ein geändertes Förderprogramm der Rottweiler Stadtbau nun die Bebauung auch finanziell ermöglichen. Der Gemeinderat gab grünes Licht dafür, dass die Stadtbau die Realisierung der Baumaßnahme in die Wege leitet, vorrangig die Finanzierung absichert.
Rottweil – Der Gemeinderat hatte, wie mehrfach berichtet, ein Grundstück im Baugebiet Spitalhöhe für den Bau von günstigen Wohnungen vorgesehen und auch an den Eigenbetrieb Stadtbau verkauft. Bislang war die Bebauung daran gescheitert, dass die Baupreise zu hoch waren. Die Wohnungen konnten so nicht kostendeckend zu günstigen Mietpreisen vermietet werden. So stand und steht das Grundstück, zwischen dem geplanten Dr.-Ulrich-Regelmann-Platz und dem Kindergarten Maria Magdalena gelegen, leer da. Im Gemeinderat wurden auch schon Stimmen laut, die Bebauung privaten Firmen zu überlassen.
Neue Aspekte
Jetzt also die Kehrtwende oder jedenfalls ein Anlass, die Sache weiter zu treiben. Deutlich weniger steigende Baupreise und sinkende Zinssätze für Kommunalkredite waren dabei wichtig, aber auch die neue Berechnung der Vergleichsmiete – und ein Förderprogramm, dessen Voraussetzungen geändert wurden. Die Vergleichsmiete für neu bezogene Wohnungen hatte der Gemeinderat zuvor in anderem Zusammenhang mit 13,40 Euro angesetzt. Bei einer Laufzeit der Förderung von 40 Jahren muss diese um 40 Prozent reduziert werden, es ergibt sich also ein Betrag von 8,04 Euro je Quadratmeter und Monat.
Benedikt Haibt von der Firma B-Square stellte das Förderprogramm vor So war bislang Voraussetzung, dass der Eigenanteil der Stadtbau in Geld geleistet werden muss. Nun erlauben die Vorschriften, dies auch über die Beleihung vorhandener Grundstücke zu tun. Zum Eigenkapital zähle auch der Wert des Grundstücks, und zwar nicht der ermäßigte Kaufpreis, den die Stadtbau an die Stadt entrichtet hat, sondern der Marktwert.
Licht am Ende des Tunnels
Kompliziert? Das fand auch OB Dr. Christian Ruf („Ein sehr komplexes Förderprodukt“). Einen weiteren Nachteil der Förderung erwähnte Haibt: Die Bearbeitungszeiten sind lang. „Gut sechs bis elf Monate nach Eingang des Antrags“, schätzte er.
Dennoch sahen die Räte und –innen das Projekt positiv: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Wir brauchen die Wohnungen dringend“, wie Hubert Nowack (Grüne) sagte. Die Entscheidung, das Projekt weiter zu verfolgen, erging somit einstimmig.
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