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Gäubahn-Infoabend in Rottweil: Film über die „7 Todsünden von Stuttgart 21“

Gäubahnkomitee-Chef Hans-Jörg Jäkel spricht am 19. November im Kapuziner über Kappung, Stresstest und den Pfaffensteigtunnel.

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Lesezeit 3 Min.

Die Initiative Pro Gäubahn Rottweil lädt für Donnerstag, 19. November, zu einem Informationsabend in den Kapuziner ein. Zu sehen ist ein neuer Kurzfilm des Regisseurs Klaus Gietinger über Stuttgart 21. Danach geht es um die Frage, was das Bahnprojekt für die direkte Verbindung von Rottweil nach Stuttgart bedeutet.

Beginn ist um 19 Uhr im Café und Bistro im Kapuziner. Der Abend trägt den Titel „Die 7 Todsünden von Stuttgart 21“ – verbunden mit der Frage, was das Großprojekt mit Rottweil zu tun hat.

Am Anfang steht der rund 25 Minuten lange Film von Klaus Gietinger. Im Anschluss spricht Hans-Jörg Jäkel, Vorsitzender des Gäubahnkomitees Stuttgart. Nach Angaben der Initiative geht er auf vier Punkte ein: den Sachstand zur geplanten Kappung der Gäubahn, die aus Sicht der Veranstalter „immer noch aktuell“ ist, den sogenannten Stresstest, den Pfaffensteigtunnel und einen Tunnel bei Sulz.

Danach ist Zeit für Diskussion und Fragen. Neben Jäkel sitzen Wolfgang Grohe von der Stuttgarter Ingenieursgruppe Ingenieure22 und Siegfried Botzenhart auf dem Podium, Lokführer im Ruhestand aus Epfendorf.

Worum es bei der Gäubahn-Kappung geht

Die Gäubahn verbindet Stuttgart über Horb, Sulz, Oberndorf, Rottweil und Singen mit Zürich. Heute fahren die Züge über die sogenannte Panoramabahn bis in den Stuttgarter Hauptbahnhof.

Im Zuge von Stuttgart 21 plant die Deutsche Bahn, diese Gleise abzubauen. Bis eine neue Anbindung fertig ist, sollen die Gäubahn-Züge in Stuttgart-Vaihingen enden. Wer aus dem Kreis Rottweil in die Stuttgarter Innenstadt will, müsste dort umsteigen – über mehrere Jahre.

Dauerhaft soll die Gäubahn über den Pfaffensteigtunnel und den Flughafen an den neuen Tiefbahnhof angeschlossen werden. Der rund elf Kilometer lange Tunnel ist in der Region umstritten, unter anderem wegen Kosten und Zeitplan.

Die Kappung wurde bereits mehrfach verschoben, zuletzt im Zuge der erneuten Verzögerung von Stuttgart 21. Nach Medienberichten vom Sommer soll sie nun erst 2032 erfolgen. Aufgehoben ist sie damit nicht – darauf zielt der Hinweis der Initiative, das Thema sei weiterhin aktuell.

Rottweil spielt in dem Streit eine besondere Rolle: Das Landesbündnis Pro Gäubahn, ein Zusammenschluss lokaler Initiativen entlang der Strecke, wurde im März 2024 in Rottweil gegründet.

Auf einen Blick

  • Was: Informationsabend „Die 7 Todsünden von Stuttgart 21“ mit Kurzfilm und Diskussion
  • Wann: Donnerstag, 19. November, 19 Uhr
  • Wo: Café und Bistro im Kapuziner, Rottweil
  • Gäste: Hans-Jörg Jäkel (Gäubahnkomitee Stuttgart), Wolfgang Grohe (Ingenieure22), Siegfried Botzenhart (Lokführer i. R.)
  • Veranstalter: Initiative Pro Gäubahn Rottweil, rottweil-stuttgart-ohne-umsteigen.de
Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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