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Landrat Christoph Keckeisen legt den Amtseid ab

Einziger Tagesordnungspunkt der Kreistags-Sitzung

Der wichtige Moment: Christoph Keckeisen legt den Amtseid vor Regierungspräsident Grabbert ab. Fotos: wede
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Lesezeit 4 Min.

Eingesetzt in sein Amt war er bereits, seit heute ist auch vereidigt: Der neue Landrat Christoph Keckeisen legte in der Villingendorfer Halle vor dem Regierungspräsidenten Carsten Grabbert seinen Amtseid ab. In einer Kreistags-Sitzung mit nur diesem Tagesordnungspunkt.

Villingendorf – „Sie haben aus von einem schönen Regierungsbezirk in den schönsten gewechselt“, fand Grabbert. Der Landkreis Rottweil sei ein starker Wirtschafts-, aber auch ein „toller touristischer Standort“. Dazu hob er vor allem die Landesgartenschau und die „wunderschöne Brücke“ hervor. Im Kreis gebe es 85 allgemeinbildende und berufliche Schulen, in denen viele tausend Schülerinnen und Schüler unterrichtet würden.

Regierungspräsident Grabbert bei seiner Ansprache.

Mit dem gesetzlich festgelegten Wortlaut legte Keckeisen dann seinen Amtseid ab: „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“, schloss er mit der religiösen Beteuerungsformel.

Die Verwaltungsspitze bei der Vereidigung ihres neuen Chefs.

Landrat muss nicht alles wissen

„Zuversicht und Vorfreude auf das, was vor mit liegt“, setzte Keckeisen an den Beginn seiner Rede. Er bezog sich auf den Wortlaut des Amtseids. „Auch ein Landrat kann nicht alles wissen, kann nicht alles können“, sagte er in Bezug auf die Passage „nach besten Wissen und Können.“ Er setze auf eine gute Zusammenarbeit mit Gemeinden, Ehrenamtlichen und der Bürgerschaft. Beim Ringen um eine gute Lösung sieht er dem Kreistag als Partner. „Der Landkreis, das ist nicht der Landrat, sondern das sind die Städte und Gemeinden und die Manschen, die sich einbringen“, sagte er. Und zum Regierungspräsidenten: „Es kann sein, dass ich Ihnen im Regierungspräsidium auf die Nerven gehen werde.“  Er versprach, in der nächsten Zeit alle 21 Gemeinden und Städte im Kreis zu besuchen. Er freue sich auch über seinen „erfahrenen Stellvertreter“ Hermann Kopp.

Beifall aus der ersten Reihe des Kreistags.
… sowie von Kreisräten und Publikum.

„Neueste, beste und schönste Halle“

Zu Beginn hatte Villingendorfs Bürgermeister Marcus Türk die zahlreichen Gäste begrüßt – „in der neuesten, besten und schönsten Halle im Landkreis“. Türk, auch nach dem Landrat der stellvertretende Vorsitzende des Kreistags, erklärte: „Der Kreistag wird Ihnen ein zuverlässiger Partner sein. Gemeinsam werde man die Weichen in eine prosperierende Zukunft stellen. Keckeisen werde eine starke Stimme in der politischen Landschaft Baden-Württembergs sein.

Bürgermeister Marcus Türk begrüßte die zahlreichen Zuschauer.

Dornhans Bürgermeister Markus Huber als Vorsitzender des Gemeindetags-Kreisverbandes hob auf den Neubau des Landratsamts ab. Er meinte, bei den Schwaben sei es eher unüblich, zum Amtsantritt ein Geschenk zu überreichen, nach dem Motto „der soll ersch mol was schaffa“. Dennoch übereichte er dem neuen Landrat ein Gutscheinbuch für den Kreis, von A wie Aichhalden bis Z wie Zimmern ob Rottweil“.

Personalrat und Amtsleitung vertreten keine gegensätzlichen Ziele, erklärte Christoph Eberle, der Personalratsvorsitzende des Amts. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bereit, Sie in Ihrem neuen Amt zu begleiten“, sagte er.

Zum Abschluss überreichte Türk dem neuen Landrat ein Geschenk, eine „runde Bettlektüre“: Das zweibändige Kreisbuch. Etwas über 800 Seiten Informationen zu allen Gemeinden.

Als Ehrengäste kamen einige Landräte und -innen, aber auch der frühere Landrat des Bodenseekreises, Lothar Wölfle (links), Keckeisens damaliger Chef.
Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.
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