Ein geplanter Radweg zwischen Rotenzimmern und Leidringen bleibt auf Kurs: Der Gemeinderat Dietingen hat beschlossen, die Planungen fortzuführen – auch für den Fall, dass ein Teil der Fördermittel wegfallen sollte.
Wie Bürgermeister Felix Hezel in der Sitzung erläuterte, steht die Gemeinde in engem Austausch mit der Stadt Rosenfeld sowie den Landkreisen Rottweil und Zollernalbkreis. Der Radweg soll am Ortsende von Rotenzimmern beginnen und entlang der Kreisstraßen K 5562 und K 7176 bis zum Ortseingang von Leidringen verlaufen.
Kosten und Förderung
Nach einer aktuellen Schätzung des Straßenbauamts im Zollernalbkreis belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf rund 4,18 Millionen Euro inklusive Verwaltungskosten. Der rechnerische Anteil für die Gemeinde Dietingen liegt dabei bei etwa 732.500 Euro.
Durch Förderprogramme – insbesondere nach dem LGVFG sowie aus dem Bundesprogramm „Stadt & Land“ – könnte sich dieser Anteil deutlich reduzieren: In diesem Fall müsste die Gemeinde noch rund 307.500 Euro tragen. Sollte die Bundesförderung entfallen, würde der Eigenanteil auf etwa 496.500 Euro steigen.
Für das Projekt waren bereits im Haushalt 2025 insgesamt 700.000 Euro vorgesehen. In der aktuellen Finanzplanung wurde der Ansatz für 2026 allerdings auf 300.000 Euro reduziert und müsste nun entsprechend angepasst werden. Trotz möglicher Änderungen bei den Fördermitteln ergibt sich laut Verwaltung im Vergleich zur bisherigen Planung eine Entlastung um rund 203.500 Euro.
Kritik im Gemeinderat
Im Gremium blieb das Vorhaben nicht unumstritten. Mehrere Gemeinderäte äußerten Zweifel am Nutzen des Radwegs und stellten das Kosten-Nutzen-Verhältnis infrage. Sie befürchten, dass die Strecke künftig nur von wenigen Radfahrern genutzt werde.
Andere Ratsmitglieder hielten dagegen: Das Projekt sei bereits seit längerem politisch gewollt und vorbereitet worden. Zudem ermögliche erst die hohe Förderquote überhaupt eine Realisierung.
Beschluss gefasst
Nach ausführlicher Beratung sprach sich der Gemeinderat schließlich dafür aus, die Planungen weiterzuführen. Dabei soll auch das Szenario berücksichtigt werden, dass Mittel aus dem Programm „Stadt & Land“ möglicherweise nicht zur Verfügung stehen.
