Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) lädt am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr in die Friedrich-Grohe-Halle zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Modernisierung der Schiltacher Tunnel ein. Die Bauarbeiten an Kirchberg- und Schlossbergtunnel (B 294) beginnen laut RP zum Jahresanfang 2027 mit dem Bau der Rettungsstollen. Die mehrmonatigen Tunnelsperrungen mit Umleitungen durch Schiltach sind demnach erst ab Frühjahr 2028 zu erwarten.
Schiltach. Nach einem Vortrag zum Projekt können sich die Besucher an Informationsständen direkt mit den Fachleuten des RP austauschen. Eingeladen sind alle Interessierten. Ursprünglich hatte das RP die Veranstaltung für den Sommer geplant, wie die NRWZ im Januar berichtete.
Was gemacht wird
Wie der Sommerbergtunnel bei Hausach müssen laut RP auch die beiden Schiltacher Tunnel mit Rettungsstollen ausgestattet und komplett entkernt werden. Damit sollen die Tunnel auf den heutigen Stand der Technik gebracht und die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Weil die Technik der beiden direkt benachbarten Tunnel zusammenhängt, setzt das RP die Maßnahmen gebündelt um.
Die jeweils mehrmonatigen Sperrungen seien unumgänglich, damit die Arbeiten sicher und möglichst reibungslos laufen könnten, so die Fachleute des RP. Bei der Planung seien die Optimierungsmöglichkeiten ausgereizt worden. Die Umleitungen führen ab 2028 durch Schiltach.
Projektleiter Daniel Heilig erwartet, dass die Zeit der Sperrungen von Bürgerschaft, Stadt, Betrieben, Baufirmen und RP „eine Teamleistung“ abverlange. Ziel sei, durch die Modernisierung wieder „eine zuverlässige und sichere Bundesstraße samt Tunnel“ zu bekommen – und damit auch die Umfahrung für Schiltach.
Hintergrund
Das RP hat den Bau der Rettungsstollen europaweit ausgeschrieben. Laut Ausschreibung geht es um rund 1,6 Kilometer Rettungsstollen, 13 Notrufnischen und zwei Havariebecken; Angebote waren bis 7. Juli 2026 abzugeben. Als Vertragslaufzeit nennt die Ausschreibung Januar 2027 bis April 2030.
Vorbereitende Arbeiten gab es bereits: Schon 2024 hatte das RP im Bereich der Eythstraße Hangsicherungen für den Rettungsstollen des Kirchbergtunnels ausgeführt.
