Mit dem offiziellen Baustart haben die Arbeiten für zwei neue Neckarbrücken begonnen, die im Zuge der Daueranlagen zur Landesgartenschau Rottweil 2028 entstehen. Die „Brücke an der Prim-Mündung“ und die „Brücke am ehemaligen Wehr“ sind zentrale Bausteine für die künftige Infrastruktur entlang des Neckars und werden weit über das Veranstaltungsjahr 2028 hinaus eine wichtige Rolle für die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger spielen.
Rottweil – „Die am renaturierten Neckar entstehenden Brücken sind Bestandteil des Lückenschlusses des Neckartalradweges und schaffen eine durchgängige, attraktive Verbindung für den Fuß- und Radverkehr“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf beim Baustarttermin mit der Firma Gottlob Rommel. Konkret verbinden sie den neuen sogenannten „Gleisweg“ auf dem ehemaligen und derzeitigen Bahngelände mit den bestehenden Wegenetzen.
Damit entsteht eine direkte Wegeverbindung zwischen dem Ortsteil Göllsdorf, der Altstadt und der historischen Innenstadt Rottweils sowie weiterführend in Richtung des Wohngebiets „In der Au“ und des Gewerbegebiets Neckartal. „Mit dieser Maßnahme wird nicht nur ein bislang bestehendes Defizit im Rad- und Fußwegenetz behoben, sondern auch ein nachhaltiger Mehrwert für den Alltag geschaffen: kürzere Wege, mehr Sicherheit und eine deutliche Aufwertung der Nahmobilität in Rottweil“, so Bürgermeisterin und Landesgartenschau-Geschäftsführerin Ines Gaehn.
Geplant wurden die beiden Brücken von IGS INGENIEURE GmbH & Co. KG aus Weimar, die Ausführung übernimmt die Firma Gottlob Rommel GmBH aus Stuttgart. Die Fertigstellung ist bis Ende November 2026 vorgesehen.
Beide Brücken sind baugleich konzipiert und kommen ohne zusätzliche Stützen im Fluss aus. Die Brücke am ehemaligen Neckarwehr weist eine Stützweite von 35 Metern auf, die Brücke an der Prim-Mündung überspannt den Neckar auf 39 Metern. Die nutzbare Breite beträgt jeweils vier Meter und bietet damit ausreichend Platz für den Begegnungsverkehr von Fußgängern und Radfahrern. Die anschließenden Wege sind mit einer Breite von 3,5 Metern geplant.
„Auch gestalterisch fügen sich die Bauwerke sensibel in die Umgebung am Neckar ein: Durch ihre schlichte Bauweise und die Lage am Rand eines Landschaftsschutzgebietes integrieren sich die Brücken harmonisch in den Landschaftsraum“, so Ines Gaehn. Die Tragkonstruktion besteht aus einem Stahlhohlkasten, die Beleuchtung ist in den Fahrbahnrand der Brücken integriert und ein zurückhaltend gestaltetes Geländer soll die klare Linie unterstreichen. Die Brücken sind ausschließlich für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen, können jedoch auch von Dienstfahrzeugen etwa für Pflege-, Unterhaltungs- und Winterdienstarbeiten befahren werden. Entsprechend sind sie für eine maximale Belastung von bis zu zwölf Tonnen ausgelegt.
Oberbürgermeister Dr. Ruf abschließend: „Mit dem Bau der beiden Neckarbrücken wird ein weiterer entscheidender Schritt für die Entwicklung eines modernen, durchgängigen und zukunftsfähigen Wegenetzes in Rottweil gemacht. Das ist ein Gewinn für die Stadt weit über die Landesgartenschau 2028 hinaus.“
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