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Weinreben am Schwarzen Felsen wachsen „wie verrückt“

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Anstoßen auf den Erfolg der Rottweiler Bürgerweinberge: 15 Interessierte lauschten den Erläuterungen von Thomas Lippert (Fünfter von links) zum Weinberg am Schwarzen Felsen. Foto: pm
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Thomas Lippert ist begeistert. „Die Weinreben am Schwarzen Felsen entwickeln sich spektakulär, sie wachsen wir verrückt“, schwärmt der Weinbautechniker und Kellermeister bei der Führung, zu der die politische Wählervereinigung Forum für Rottweil vor einigen Tagen geladen hatte.

200 der geplanten 450 Reben der roten Sorten Cabaret Noir und Léon Millot wurden im vergangenen Jahr von Ehrenamtlichen des Vereins Civitis auf den unteren der vier Terrassen gepflanzt. Weitere 250 werden dieser Tage gesetzt. Am Höllensteig, dem zweiten von Civitis bearbeiteten Bürgerweinberg, wachsen die weißen Rebsorten Solaris und Calardis Soleil, insgesamt ebenfalls rund 400 Stöcke.

In seinem unterhaltsamen Vortrag geht Lippert auf die Vorzüge der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, so genannte PiWis, ein, die bewusst für die Pflanzungen im künftigen Landesgartenschaugelände gewählt wurden. Lippert, beruflich als PiWi-Botschafter unterwegs, erläutert gleich mehrere Vorzüge: Weinbau komme nicht ohne hohen Einsatz von Pestiziden aus. Diese regelmäßig auszubringen, vertrage sich nicht mit dem Anspruch an einen öffentlich einsehbaren und von Bürgerinnen und Bürger gehegten Weinberg. Zudem fehlten die Zeit und das professionelle Know-how dafür. Bisher seien sie in Rottweil ohne jegliche Pflanzenschutzmittel ausgekommen, er hoffe, das bleibe auch so.

Erste Trauben der roten Sorte Léon Millot sind am Rottweiler Weinberg am Schwarzen Felsen bereits zu sehen. Foto: pm

An vielen der Rebstöcke, die als Schutz vor Hasenzähnen mit blauem Kunststoff ummantelt wurden, zeigen sich bereits erste Trauben. Lippert rechnet deshalb schon in diesem Jahr mit einer kleinen Ernte. Ob die zwei Rottweiler Weinberge bis zur Landesgartenschau genug für erste Flaschen ergeben, könne und wolle er allerding nicht fest zusagen. Er gehe aber bisher davon aus.

Bisher ist Lippert von der Entwicklung der Weinberge wie des Vereins sehr angetan. Die Mitglieder zeigten sich sehr aktiv, eine erste Schulklasse habe unter seiner Aufsicht ebenfalls schon Wurzeln aus dem Erdreich gegraben. Die Stadt habe bisher den Hang unterhalb des Schwarzen Felsen gerodet und wolle dort weitere Sicherungsarbeiten vornehmen, erklärt Lippert. Zudem seien Bänke und der Einbau von Staffeln in den „sehr langen Zeilen“ geplant. Sie bieten dann einen Blick auf Bahnhof und den renaturierten Neckar. Im Anschluss an die Führung nutzen die 15 Interessierten die Gelegenheit bei einem Gläschen Wein mehr über den Verein Civitis, die Weinberge und den Weinbau im Allgemeinen zu erfahren.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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