Rottweil. Zigarettenrauch in der öffentlichen Toilettenanlage des Alten Rathauses hat am Dienstagabend einen Feuerwehreinsatz in der historischen Rottweiler Innenstadt ausgelöst. Mit 21 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen rückte die Feuerwehr an. Doch ein Feuer gab es nicht. Stattdessen hatte offenbar jemand in der Toilettenanlage geraucht.

Während das Alte Rathaus an diesem Dienstagabend nach 18 Uhr bereits geschlossen war, stand die dortige Toilettenanlage noch offen. Genau dort hatte ein Brandmelder angeschlagen. Die Brandmeldeanlage des öffentlichen Gebäudes ist direkt auf die Integrierte Leitstelle aufgeschaltet. Der Alarm setzte deshalb automatisch die Feuerwehr in Bewegung.
Zugführer Thomas Probst von der Feuerwehr Rottweil erkundete die Lage vor Ort. Dabei nahm er Zigarettenrauch wahr, der offenbar den Brandmelder ausgelöst hatte. Aber keinen Brand, kein Feuer. Ein Eingreifen der Feuerwehr, die unter dem Kommando von Stadtbrandmeister Frank Müller angerückt war, war nicht erforderlich.
Zum Aufgebot gehörte neben der Drehleiter, die beim Alarmstichwort „Brandmelderalarm 2“ grundsätzlich mit ausrückt, auch ein Tanklöschfahrzeug. Gerade in der historischen Rottweiler Innenstadt ist die Feuerwehr auf einen möglichen Gebäudebrand vorbereitet. Die dicht stehenden, teils jahrhundertealten Gebäude stellen im Ernstfall besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte.
Bemerkenswert war die kurze Dauer des Einsatzes: Vom Einsatzbeginn, also der Alarmierung durch die Leitstelle, bis zu dem Zeitpunkt, als sämtliche Feuerwehrfahrzeuge bereits wieder abgerückt waren, vergingen gerade einmal zwölf Minuten. So schnell war der Alarm abgearbeitet, der die Einsatzkräfte am Dienstagabend mitten in die Rottweiler Innenstadt geführt hatte.
Die Angaben zur Einsatzstärke machte der Rottweiler Feuerwehrsprecher Marius Daute.