In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, endet die Sommerzeit: Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Eine Auswertung von Google-Suchanfragen zeigt, wie groß das Interesse daran ist. Baden-Württemberg liegt im Bundesländervergleich auf Platz drei.
Am Sonntag, 25. Oktober, endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr springen die Uhren auf 2 Uhr zurück, die Nacht ist damit eine Stunde länger. Es ist der frühestmögliche Termin: Die Umstellung fällt stets auf den letzten Oktobersonntag, und der liegt 2026 am 25. Oktober. Handys, Computer und Funkuhren stellen sich von selbst um, mechanische Uhren müssen von Hand verstellt werden. Wer die Richtung nicht im Kopf hat: Im Herbst werden die Gartenmöbel zurück in den Schuppen gestellt, im Frühjahr davor.
Wie groß das Interesse am Thema ist, hat die Online-Plattform für Luxusuhren Wristler ausgewertet. Sie verglich Google-Suchanfragen in 16 europäischen Ländern von September 2025 bis August 2026. Demnach wurde allein der Begriff „Zeitumstellung“ im Oktober 2025 in Deutschland rund 2,24 Millionen Mal gesucht, fast 30-mal so oft wie in einem normalen Monat. Mit verwandten Begriffen wie „Uhr umstellen“ (301.000) und „Winterzeit“ (90.500) kamen laut Wristler rund 2,8 Millionen Anfragen zusammen.
Pro Kopf liegt Deutschland auf Platz fünf von 16 Ländern: 3.314 Suchanfragen je 100.000 Einwohner. Am häufigsten wird in Italien gesucht (4.754), danach folgen die Niederlande und Finnland. Österreich liegt mit 2.845 auf Platz neun.
Innerhalb Deutschlands nennt Wristler auf Grundlage von Google Trends das Saarland als Spitzenreiter beim Interesse an „Uhr umstellen“. Es folgen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Am geringsten ist das Interesse in Sachsen und Berlin. Im Saarland ist es rund dreimal so hoch wie in der Hauptstadt.
Bei der Einordnung ist Vorsicht geboten. Die Suchvolumen stammen aus dem Google Keyword Planner und sind gerundete Schätzungen. Das Länderranking misst nur relatives Interesse. Und Suchanfragen zeigen laut Wristler den Informationsbedarf, nicht das Verhalten.
Auch die Abschaffung wird gegoogelt: „Zeitumstellung abschaffen“ im Oktober 2025 rund 12.100 Mal, „Zeitumstellung abgeschafft“ nur 1.900 Mal. Tatsächlich ist die Abschaffung nicht beschlossen. Die EU-Kommission hatte sie 2018 vorgeschlagen, nachdem sich rund 4,6 Millionen Menschen an einer Online-Befragung beteiligt hatten, die meisten für ein Ende. Das Europäische Parlament stimmte im März 2019 zu. Im Rat der EU einigten sich die Mitgliedstaaten bisher nicht, unter anderem, weil ein Flickenteppich verschiedener Zeiten droht. Die Kommission lässt die Folgen einer Abschaffung weiter untersuchen, einen Zeitplan für eine Entscheidung gibt es nicht. Die nächste Umstellung folgt deshalb am Sonntag, 31. Oktober 2027.