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Mittwoch, 23. September 2020

Schramberg: Rettungsaktion an Ruine Falkenstein (NRWZ.de+)

Kletterer abgestürzt / Seilwindenrettung per Hubschrauber

Ein Kletterer ist am Pfingstsonntagnachmittag am Fels unterhalb der Ruine Falkenstein abgestürzt. Der Rettungshubschrauber Christoph 54 aus Freiburg war im Einsatz, um den am Fußgelenk verletzten Bergsteiger zu retten.

Die Bergwacht in Rottweil wurde um 15.41 Uhr alarmiert. Dem Kletterer sei der Unfall „im Vorstieg“ passiert, wie Dominik Weiss von der Bergwacht berichtet. Beim Vorstieg klettert ein Bergsteiger voraus und sichert sich jeweils beim nächsten Haken. Weshalb der Kletterer abgestürzt war und aus welcher Höhe, ist noch nicht bekannt. „Es besteht der Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur“, so Weiss, also nichts Lebensgefährliches.

Weil der Transport des Verletzten von der Ruine ins Tal per Trage schwierig und gefährlich war, hätten sich Feuerwehr, Rettungsdienst und Bergwacht darauf verständigt, eine Windenrettung per Hubschrauber zu organisieren. Dazu musste der Rettungshubschrauber aus Freiburg herfliegen, weil der Hubschrauber Christoph 11 in Villingen-Schwenningen keine Seilwinde hat. „Der Hubschrauber hat den Verletzten dann aus dem Gelände ausgeflogen“, so Weiss.

Sehr beliebt bei Kletterern: die Felsen unterhalb der Ruine Falkenstein. Archiv-Foto: him

Die Schramberger Talstadtfeuerwehr war mit 15 Mann vor Ort, so Stadtbrandmeister Werner Storz. Es sei schnell klar gewesen, „dass die Bergwacht für die Rettung prädestiniert ist“, so Storz. Die Feuerwehrleute hätten sich bereit gehalten, um gegebenenfalls Unterstützung zu leisten. Von der Bergwacht waren zehn Helferinnen und Helfer im Einsatz und ein Notarzt. Ebenfalls vor Ort waren DRK und Polizei.

Beim ehemaligen Berneckbad stehen die Retter bereit.

Immer mal wieder passierten an dem Kletterfelsen bei der Ruine Falkenstein kleinere Unfälle, berichtet Storz. Es habe auch schon einmal eine solche Windenrettung gegeben. Wirklich schwere Unfälle seien zum Glück bisher aber ausgeblieben.

Stadtbrandmeister Werner Storz und Dominik Weiss von der Bergwacht nach dem Einsatz. Fotos: him

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