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Brustkrebs-Früherkennung: Diese Untersuchungen stehen Frauen zu

Bei KKH-versicherten Frauen stieg die Zahl der Behandlungen in zehn Jahren um 31,7 Prozent. Anlass: Fußballspiel der BVB-Frauen.

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Im Brustkrebsmonat Oktober erinnert die KKH Kaufmännische Krankenkasse an die Früherkennung. Gesetzlich versicherte Frauen können ab 30 Jahren einmal jährlich Brust und Lymphknoten abtasten lassen, von 50 bis 75 Jahren gibt es alle zwei Jahre das Mammographie-Screening. Ein kostenloses Webinar der KKH am 4. November um 19 Uhr gibt Frauen die Möglichkeit, Expertinnen Fragen zu stellen.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse hat zum Brustkrebsmonat Oktober gemeinsam mit dem Fußballverein BVB über das Thema informiert. Beim Spiel der BVB-Frauen gegen die SGS Essen U21 am 25. Oktober rückte neben dem Sport auch die Brustgesundheit in den Fokus. Die Zahlen und Hinweise stammen aus einer Mitteilung der Kasse vom 22. Oktober und beziehen sich auf deren Versicherte.

Mehr Behandlungen, besonders ab 45 Jahren

Die KKH hat bundesweit Daten zu bösartigen Veränderungen der Brust (C50 und D05 nach ICD-10) für 2014 und 2024 ausgewertet. Die Zahl der Brustkrebsbehandlungen bei KKH-versicherten Frauen lag 2024 um 31,7 Prozent höher als zehn Jahre zuvor. Besonders betroffen sind laut KKH Frauen ab 45 Jahren.

Mehr als 30.000 Versicherte waren 2024 wegen Brustkrebs in ärztlicher Behandlung. Der Anteil der Patientinnen am Versichertenbestand stieg bundesweit von 2,5 auf 3,3 Prozent.

Viele Frauen blicken dennoch positiv auf die Versorgung. In einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH waren 73 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Betroffenen im deutschen Gesundheitssystem gut geholfen werden kann. Befragt wurden vom 4. bis 14. März 2025 online bundesweit 1.002 Frauen zwischen 14 und 50 Jahren zum Thema „Frauengesundheit“. Es handelt sich um Angaben der KKH als Auftraggeberin.

Diese Untersuchungen gibt es

Gesetzlich versicherte Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch darauf, Brust und Lymphknoten einmal jährlich von einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen abtasten zu lassen. 2024 nutzten rund 277.000 KKH-versicherte Frauen dieses Angebot.

Frauen zwischen 50 und 75 Jahren können alle zwei Jahre am zentral organisierten Mammographie-Screening der gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung teilnehmen. Die Untersuchung folgt dabei festgeschriebenen Qualitätsstandards. 2024 nahmen rund 74.000 KKH-versicherte Frauen ab 50 Jahren am Screening teil.

Die Altersgrenze soll künftig sinken: Nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) beschloss das Gremium am 15. Oktober, das Screening auch für Frauen von 45 bis 49 Jahren zu öffnen. Der Beschluss soll voraussichtlich am 1. August 2027 in Kraft treten, persönliche Einladungen sind voraussichtlich ab Januar 2028 vorgesehen. Bis dahin gilt der Anspruch von 50 bis 75 Jahren.

Für Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko übernimmt die KKH einmal jährlich die Kosten einer medizinischen Tastuntersuchung (MTU). Frauen, die während ihres Zyklus regelmäßig Beschwerden haben, können als KKH-Versicherte außerdem das digitale Angebot FEMNA Care kostenlos nutzen.

Veränderungen wahrnehmen und abklären lassen

„Für jede Frau ist es empfehlenswert, sich über die Möglichkeiten der Brustkrebsfrüherkennung zu informieren und sich bei Bedarf ärztlich beraten zu lassen. So kann sie bewusst entscheiden, welche Untersuchungen für sie infrage kommen“, sagt Aurelia Tegtmeyer, Ärztin bei der KKH, laut Mitteilung.

Wird Brustkrebs früh erkannt, kann das die Behandlungschancen verbessern. „Da kann es helfen, mit der eigenen Brust vertraut zu sein. Denn so fällt es leichter, ungewöhnliche Veränderungen wahrzunehmen“, so Tegtmeyer.

Wer beim Abtasten einen neuen Knoten oder eine andere Auffälligkeit an Brust, Haut oder Brustwarze entdeckt, sollte das ärztlich abklären lassen. Viele Symptome, die auf eine bösartige Erkrankung hindeuten können, sind nach Angaben der KKH ebenso Anzeichen für harmlose, teilweise hormonbedingte Veränderungen.

Webinar „Brustgesundheit im Fokus“

Mit dem Engagement rund um den Spieltag wollten KKH und BVB das Thema dorthin bringen, wo Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig erreichen. „Frauengesundheit ist noch immer zu wenig im Fokus – dabei haben Frauen in jeder Lebensphase ganz eigene gesundheitliche Bedürfnisse. Ob im Alltag oder beim Sport: wir möchten mit gezielten Angeboten Frauen dabei unterstützen, ihre Gesundheit nachhaltig zu stärken“, sagt Stephanie Engelmann, Mitglied des Vorstandes der KKH, in der Mitteilung.

Auch über den Spieltag hinaus soll das Thema Frauengesundheit präsent bleiben. Dazu bietet die KKH das kostenlose Webinar „Brustgesundheit im Fokus“ an. Der erste Termin war für den 27. Oktober um 19 Uhr angesetzt, der zweite folgt am 4. November um 19 Uhr. Interessierte erhalten einen verständlichen und praxisnahen Überblick über Brustgesundheit und Brustkrebsfrüherkennung und können Expertinnen ihre Fragen stellen. Informationen und Hinweise zur Anmeldung stehen laut KKH unter kkh.de/brustkrebsfrueherkennung.

Die KKH hat nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Versicherte, ein Haushaltsvolumen von rund 8,7 Milliarden Euro und rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie zählt damit zu den größten bundesweiten Krankenkassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 30 Jahren: Abtasten von Brust und Lymphknoten einmal jährlich bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.
  • Von 50 bis 75 Jahren: Mammographie-Screening alle zwei Jahre.
  • Neue Knoten oder Auffälligkeiten an Brust, Haut oder Brustwarze ärztlich abklären lassen.
  • Bei erhöhtem Risiko übernimmt die KKH einmal jährlich die Kosten einer Tastuntersuchung (MTU).
  • Kostenloses Webinar „Brustgesundheit im Fokus“ am 4. November um 19 Uhr.
  • Anmeldung laut KKH unter kkh.de/brustkrebsfrueherkennung.
Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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