Benachrichtigung

Dunningen bleibt bei ENRW und Netze BW: Stromkonzession für weitere 20 Jahre

Die neuen Verträge gelten ab Juli 2027. Im Ort hängen bereits gut 950 Ökostromanlagen und 171 Ladepunkte am Netz.

Autor / Quelle:
Lesezeit 3 Min.
Foto: pm

Die Gemeinde Dunningen vergibt ihr Stromnetz erneut an die bisherigen Betreiber. Bürgermeister Peter Schumacher hat am Donnerstag, 29. Oktober, die neuen Konzessionsverträge mit der ENRW Energieversorgung Rottweil und der Netze BW unterschrieben. Sie gelten ab 1. Juli 2027 für 20 Jahre.

presse
Foto: pm

Für die ENRW unterzeichnete der kaufmännische Geschäftsführer Stefan Kempf, für die Netze BW Jens Gehrt, Leiter Regionalmanagement Verteilnetz. Die Netze BW ist eine Tochter des Energiekonzerns EnBW. Die Unterzeichnung teilte sie am Freitag mit.

Was ein Konzessionsvertrag regelt

Mit einem Konzessionsvertrag erlaubt eine Gemeinde dem Netzbetreiber, Straßen, Wege und andere öffentliche Flächen für Bau und Betrieb von Stromleitungen zu nutzen. Im Gegenzug erhält die Kommune jährlich eine Konzessionsabgabe. Deren Höhe richtet sich nach der Strommenge, die im Gemeindegebiet geliefert wird.

Wie viel Dunningen daraus einnimmt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Zur Einordnung: Nach dem Energiewirtschaftsgesetz dürfen Stromkonzessionen höchstens 20 Jahre laufen. Vor Ablauf muss eine Gemeinde das Vertragsende öffentlich bekanntmachen und die Konzession in einem transparenten Verfahren neu vergeben, an dem sich auch andere Netzbetreiber beteiligen können. Ob es in Dunningen weitere Bewerber gab, sagt die Mitteilung nicht.

„Für uns ist die Vertragsverlängerung vor allem ein Zeichen für Kontinuität und kommunale Verlässlichkeit“, sagt Bürgermeister Schumacher. Die Zusammenarbeit sei über viele Jahre gewachsen und beruhe auf gegenseitigem Vertrauen.

Die Netzbetreiber verweisen darauf, dass ihre Mitarbeiter rund um die Uhr erreichbar seien und in der Region wohnten. Bei Störungen hätten sie dadurch kurze Wege.

Gut 950 Ökostromanlagen und 171 Ladepunkte

Wie stark sich das Netz in Dunningen verändert, zeigen Zahlen der Netze BW. Demnach waren Ende September 2026 gut 950 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie angeschlossen – 75 mehr als Ende 2025.

Im vergangenen Jahr erzeugten diese Anlagen nach Unternehmensangaben gut 15 Gigawattstunden Strom. Das entspricht mehr als 43 Prozent des Stromverbrauchs in der Gemeinde mit ihren knapp 6.600 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Dazu kommt die Elektromobilität: Ende September gab es in Dunningen 171 Ladepunkte.

Neue Ortsnetzstation, neue Leitungen in der Seestraße

In nächster Zeit will die Netze BW eine Ortsnetzstation erneuern. Das kostet nach ihren Angaben rund 125.000 Euro. Außerdem sollen in der Seestraße rund 130 Meter Niederspannungsleitungen ersetzt werden. Einen Zeitplan nennt das Unternehmen nicht.

Netze-BW-Regionalmanager Gehrt begründet die Investitionen mit den steigenden Anforderungen: Versorgungssicherheit entstehe nicht von allein, Netze müssten vorausschauend geplant und laufend modernisiert werden. ENRW-Geschäftsführer Kempf zufolge soll so sichergestellt werden, dass sich die wachsende Zahl von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladepunkten zuverlässig ins Netz einbinden lässt.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
Mit "Pressemitteilung" gekennzeichnete Artikel sind meist 1:1 übernommene, uns zugesandte Beiträge. Sie entsprechen nicht unbedingt redaktionellen Standards in Bezug auf Unabhängigkeit, sondern können gegebenenfalls eine Position einseitig einnehmen. Dennoch informieren die Beiträge über einen Sachverhalt. Andernfalls würden wir sie nicht veröffentlichen. Pressemitteilungen werden uns zumeist von Personen und Institutionen zugesandt, die Wert darauf legen, dass über den Sachverhalt berichtet wird, den die Artikel zum Gegenstand haben.

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.