Lea Lehmann aus Aichhalden-Rötenberg hat ihre Ausbildung bei der Schreinerei Graf in Schramberg-Sulgen mit dem besten Gesellenstück der Schreinerinnung Rottweil abgeschlossen. Anfang September gewann die junge Schreinerin außerdem den Kammerwettbewerb der Handwerkskammer Konstanz. Im Oktober tritt sie beim Landeswettbewerb an.
Drei Jahre hat Lehmann bei der Schreinerei Graf gelernt. Ihr Gesellenstück, eine Garderobe, erhielt nach Angaben des Betriebs die beste Bewertung innerhalb der Schreinerinnung Rottweil.
Garderobe unter dem Titel „Rund trifft eckig“
Das Möbelstück trägt den Titel „Rund trifft eckig“. Der untere Teil besteht aus einem runden Korpus, der mit anthrazitfarbenem Linoleum belegt ist. Die Schubkastenfronten sind hellgrün lackiert, im unteren Bereich ist Stauraum eingebaut.
Darauf steht ein eckiger, aufrechter Garderobenteil aus massiver Eiche, verbunden mit Schlitz und Zapfen – einer klassischen Holzverbindung, die ohne Schrauben auskommt. Eine LED-Beleuchtung auf der Rückseite lässt die Garderobe wirken, als würde sie schweben.
Nussknacker in einem Tag
Mit dem Innungssieg qualifizierte sich Lehmann für den Kammerwettbewerb der Handwerkskammer Konstanz, zu der auch der Landkreis Rottweil gehört. Ausgetragen wurde er am 5. September in Waldshut. Die Aufgabe dort: In einer eintägigen Arbeitsprobe mussten die Teilnehmenden einen Nussknacker mit mehreren anspruchsvollen Holzverbindungen bauen. Lehmann setzte sich durch und ist damit erste Kammersiegerin der Handwerkskammer Konstanz 2026 im Schreinerhandwerk.
Landeswettbewerb und Ausstellung in Stuttgart
Als nächstes steht im Oktober der Landeswettbewerb Baden-Württemberg in Schwäbisch Hall an. Außerdem ist ihr Gesellenstück für den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ des Schreinerhandwerks in Baden-Württemberg angemeldet. Dafür wird die Garderobe vom 11. November bis 1. Dezember 2026 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart öffentlich ausgestellt.
Gesellin bleibt im Betrieb
Lehmann bleibt nach der Ausbildung als Gesellin bei der Schreinerei Graf. Geschäftsführer Klaus Armbruster und das Team gratulierten ihrer früheren Auszubildenden. Nach Angaben des Unternehmens haben in den vergangenen 80 Jahren mehr als 40 Jugendliche dort das Schreinerhandwerk gelernt. Derzeit bildet der Betrieb zwei junge Menschen aus.
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