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Wolfgang Bosbach kommt nach Schramberg

Wolfgang Bosbach in einem CDU-Wahlwerbespot von 2021.
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Der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kommt nach Schramberg. Auf Einladung von Renate Claes spricht Bosbach am 18. Februar ab 18 Uhr im Bärensaal.

Schramberg. „Das Thema ist noch offen“, so Claes zur NRWZ. „Es passiert ja grade so viel…“ Der heute 72-jährige Politiker stammt aus Bergisch-Gladbach, er ist Rechtsanwalt und war von 1994 bis 2017 Mitglied des Bundestags. Dort galt der Innenpolitiker als ausgewiesener Konservativer innerhalb der Fraktion. Er ist Mitglied des „Berliner Kreises“.

 In der Flüchtlingskrise 2015 war er ein Widersacher von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  Er kritisierte den Atomausstieg als von oben angeordnet. Zeitweise war er gar beliebter als die Kanzlerin.

Aus politischen Gründen, aber auch wegen einer Krebserkrankung zog er sich 2017 aus der aktiven Politik zurück.

Danach verteidigte er den früheren Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen gegen den Vorwurf des parteischädigenden Verhaltens.

Konservativ, nie rechtspopulistisch

Bosbach trat auch nach seiner Zeit im Bundestag gern und oft in Fernsehtalkshows auf. Die TAZ nannte ihn 2017 deshalb eine „eitle Labertasche“. Andererseits überschreite Bosbach nie die Grenze vom Konservatismus zum Rechtspopulismus. “Mit Bosbach geht die alte CDU. Die gute alte“, so der TAZ-Autor Lukas Wallraff. Er hatte damals schon eine Ahnung: „Es kann allerdings gut sein, dass nach Bosbachs Abgang noch mehr Wähler ernüchtert von der Union zur AfD oder sonst wohin wechseln werden, weil sie sich bei den vielen Kursschwankungen der Union nicht mehr vertreten fühlen.“  

Renate Claes ist es also auf jeden Fall gelungen, einen interessanten Gast nach Schramberg zu holen. Im Alleingang übrigens. Nach den beiden ersten „Gesprächen im Schloss“ mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und dem Ex-NATO-General Hans-Lothar Domröse organisiere sie den Abend mit Bosbach ohne städtische Unterstützung, berichtet sie der NRWZ.

Der Abend mit Bosbach findet am 18. Februar im Bärensaal statt. Beginn soll um 18 Uhr sein.

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

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