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Ventilatoren 40 Prozent teurer: Was der Hitzesommer Käufer im Kreis Rottweil kostet

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Symbolbild

Wer sich in diesem Sommer noch einen Ventilator oder ein mobiles Klimagerät zulegen will, zahlt deutlich mehr als zu Saisonbeginn. Das Vergleichsportal guenstiger.de hat die Preise seiner gelisteten Angebote von Mai bis 5. August ausgewertet und kommt auf Aufschläge von gut 40 Prozent gegenüber Juni. Die Zahlen gelten für den bundesweiten Onlinehandel – und damit auch für Käuferinnen und Käufer im Kreis Rottweil, wo der Deutsche Wetterdienst zuletzt mehrfach vor starker Hitze gewarnt hat.

Was das Vergleichsportal ermittelt hat

Nach Angaben von guenstiger.de kostete ein Ventilator im Juni im Schnitt 332 Euro, im Juli waren es 434 Euro. In den ersten Augusttagen lag der Durchschnittspreis bei 467 Euro. Das entspricht einem Plus von 41 Prozent gegenüber Juni. Bei mobilen Klimageräten fällt der Anstieg noch etwas stärker aus: von 406 Euro im Juni auf 575 Euro im Juli und aktuell 602 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als im Juni. Die Nachfrage nach Ventilatoren sei von Mai bis Juli um 511 Prozent gestiegen, teilt das Portal mit. Einzelne Händler hätten gemeldet, dass Geräte zeitweise komplett ausverkauft gewesen seien.

Für die Auswertung wurden nach Portalangaben die jeweils günstigsten Angebote von mehr als 2000 Onlinehändlern herangezogen.

Warum die Zahlen mit Vorsicht zu lesen sind

Die Werte stammen von einem Unternehmen, das selbst vom Preisvergleich lebt. Sie sind nicht von unabhängiger Stelle geprüft. Hinzu kommt eine methodische Einschränkung: Es handelt sich um Durchschnittswerte über alle gelisteten Geräte hinweg – vom kleinen Tischventilator bis zum Standgerät der oberen Preisklasse. Ein Durchschnitt von 467 Euro bedeutet also nicht, dass ein einfacher Ventilator so viel kostet.

Aus den veröffentlichten Daten geht außerdem nicht hervor, wie stark einzelne, identische Modelle teurer geworden sind. Wenn günstige Geräte zuerst ausverkauft sind und nur noch teurere Modelle im Vergleich auftauchen, steigt der Durchschnittspreis auch ohne Preiserhöhung. Das Portal macht dazu keine Angaben.

Der Markt reagiert bundesweit

Dass Kühlgeräte in diesem Sommer knapp sind, beobachten auch Handelsmedien. Branchendienste berichten seit Wochen über leergeräumte Regale und Lieferengpässe bei Ventilatoren und Klimageräten. Der Sommer 2026 hat nach Medienberichten, die sich auf den Deutschen Wetterdienst berufen, bei der Zahl der Hitzetage das Ausnahmejahr 2003 eingeholt.

guenstiger.de rät Käufern, bei knapper Ware besonders auf die Seriosität der Anbieter, auf transparente Versand- und Rückgabebedingungen sowie auf Angaben zur Gewährleistung zu achten. Viele Modelle tauchten nur noch vereinzelt auf Marktplätzen auf, heißt es in der Mitteilung.

Kühlung geht auch ohne Neukauf

Der Landkreis Rottweil betreibt ein eigenes Hitzeportal. Dort sind Warnungen des Deutschen Wetterdienstes verlinkt, dazu Hinweise für besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke, Informationen zu Alarmzeichen bei Hitzeerkrankungen sowie das Refill-Konzept für kostenloses Leitungswasser.

Ein Hinweis zur Technik: Mobile Klimageräte mit Abluftschlauch gelten als vergleichsweise stromintensiv. Ist die Fensterdurchführung nicht sauber abgedichtet, strömt warme Luft nach – ein Teil der Kühlleistung verpufft. Verschattung tagsüber und konsequentes Lüften in den kühleren Nachtstunden kosten dagegen nichts.

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