Bei den Waldbränden im Ortenaukreis zeichnet sich am Dienstagabend eine erste Entspannung ab. Nach Angaben der Polizei ist das Feuer teilweise unter Kontrolle, die B33 wurde wieder freigegeben. Zuvor waren zur Unterstützung auch Einsatzkräfte aus dem Landkreis Rottweil alarmiert worden.
Kreis Rottweil/Ortenaukreis. Bei der Bekämpfung der beiden Waldbrände im Ortenaukreis kommen die Einsatzkräfte offenbar voran. Wie der SWR am Abend unter Berufung auf die Polizei berichtet, ist der Brand teilweise unter Kontrolle. Noch immer brennen allerdings rund 100 Quadratmeter Waldfläche.
Betroffen ist bislang vor allem der Waldboden. Die Flammen haben nach dem aktuellen Stand die hohen Bäume nicht erfasst. Aus den betroffenen Waldstücken steigen weiterhin Rauchschwaden auf, die weithin sichtbar sind.
Die wegen des Einsatzes beeinträchtigte B33 wurde inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Weiterhin unterstützt ein Polizeihubschrauber die Feuerwehr aus der Luft. Er dient unter anderem dazu, das Einsatzgebiet zu überblicken und möglicherweise gefährdete Wanderer in den Waldgebieten aufzuspüren.
Unterstützung aus mehreren Landkreisen
Wegen der Waldbrände war am frühen Dienstagabend auch kreisübergreifende Unterstützung angefordert worden. Gegen 18.45 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kräfte aus dem Landkreis Rottweil. Welche Einheiten von dort in die Ortenau entsandt wurden, ist bislang nicht bestätigt. Mutmaßlich handelt es sich um Fahrzeuge und Ausrüstung, die speziell für derartige Einsatzlagen vorgesehen sind, darunter möglicherweise Waldbrandfahrzeuge und Abrollbehälter.
Auch Einsatzkräfte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Landkreis Emmendingen wurden zur Unterstützung in Marsch gesetzt.
Die beiden Brände waren am Dienstagnachmittag ausgebrochen. Der erste wurde nach Angaben des SWR gegen 15.30 Uhr nahe der B33 zwischen Biberach und Haslach im Kinzigtal gemeldet. Ein weiterer Waldbrand folgte gegen 16.25 Uhr in Zell am Harmersbach. Dort erschweren unter anderem die Hanglage und das unwegsame Gelände die Löscharbeiten.
Die Ursachen der Brände sind weiterhin unklar.
