ROTTWEIL – Im Neckartal haben die Bauarbeiten für die neue Rad- und Fußwegbrücke zur Landesgartenschau 2028 begonnen. Sie soll die östliche und westliche Neckartalaue miteinander verbinden und dabei den Neckar sowie die Bahnanlagen überqueren. Das Land Baden-Württemberg fördert das Vorhaben nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG).
Die Brücke ist Teil des Rad- und Fußwegenetzes, das im Zusammenhang mit der Landesgartenschau entsteht. Nach deren Ende soll sie dauerhaft für den Alltagsverkehr zur Verfügung stehen. Bislang gibt es an dieser Stelle keine direkte Verbindung zwischen den beiden Seiten der Talaue. Fußgänger und Radfahrer müssen verschiedene Wegeabschnitte, Treppen und Unterführungen nutzen.
Das Gefälle der neuen Verbindung soll eine barrierefreie Nutzung ermöglichen. Die Verkehrsfläche wird nach Angaben der Landesgartenschau-Gesellschaft zwischen vier und 6,50 Meter breit. Für den gemeinsamen Rad- und Fußweg sind 3,50 Meter vorgesehen, hinzu kommen Aufenthaltsbereiche.
Das rund 162 Meter lange Bauwerk wird als Hohlkastenkonstruktion aus Stahl ausgeführt. Die Widerlager bestehen aus Stahlbeton und werden in das Gelände eingebunden. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege sollen Brückenkörper, Stützen und Geländerpfosten weiß gestaltet werden.
Wegen der Lage im Neckartal ist ein Niedriglichtkonzept vorgesehen. Die Leuchten sollen im unteren Bereich des Brückengeländers und weniger als einen Meter über dem Weg angebracht werden. Damit sollen die Anforderungen des Arten- und Naturschutzes berücksichtigt werden.
Die Brücke soll künftig den Namen „BDT-Brücke“ tragen. Das Rottweiler Unternehmen BDT Media Automation unterstützt die Landesgartenschau als sogenannter Platinpartner.
„Mit der Brücke schließen wir eine Lücke im Rottweiler Rad- und Fußwegenetz“, wird Oberbürgermeister Christian Ruf in der Mitteilung der Landesgartenschau-Gesellschaft zitiert. Die Verbindung sei nicht nur für die Landesgartenschau vorgesehen, sondern solle dauerhaft bestehen bleiben.
Mit dem Bau wurde die Stuttgarter Firma Rommel beauftragt. Die Planung stammt von der Bietergemeinschaft MSIng Matthaei + Schotte Ingenieurgesellschaft aus Stuttgart und Johannes Pellkofer Architektur aus Mannheim. MSIng übernimmt auch die Bauüberwachung. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten bis Ende 2027.
