In der Rottweiler Innenstadt beginnen zwei weitere Großbaustellen: Ab Montag, 2. November, wird am Nägelesgraben der neue Zentrale Umsteigepunkt (ZUP) gebaut, der Parkplatz vor dem Norma ist dann gesperrt. Gleichzeitig richtet die Stadt die Baustelle für die Neugestaltung des Friedrichsplatzes ein, dort rollen die Bagger ab 9. November. Für Autofahrer ändert sich vor allem die Zufahrt zum Parkhaus Stadtmitte Nord.

Rottweil – Am Nägelesgraben ist die Baustelle bereits sichtbar: Seit Freitag werden Maschinen angeliefert und die Fläche eingerichtet. Ab Montag ist der bisherige Parkplatz vor dem Norma dann gesperrt. Das Parkhaus Stadtmitte Nord und der Parkplatz Nägelesgraben, in Rottweil als Eisplatz bekannt, sind zunächst weiter wie gewohnt erreichbar.
Parkhaus bald nur noch über den Kreisverkehr am Culinara
Das bleibt aber nicht so. Als Erstes wird nach Angaben der Stadt die Mittelinsel auf dem Eisplatz umgebaut. Hintergrund: Die mittlere Zufahrt von der Nägelesgrabenstraße wird geschlossen, deshalb braucht es eine neue Verkehrsführung auf dem Parkplatz.
Ist dieser Umbau fertig, gelangen Autofahrer zum Eisplatz und zum Parkhaus Stadtmitte Nord nur noch über den Kreisverkehr beim Culinara – und verlassen beide auch nur noch auf diesem Weg. Einen genauen Termin für die Umstellung nennt die Stadt nicht.
Parallel dazu bekommt der Eisplatz ein schrankenloses Parksystem mit Kameraerfassung. Ein solches System nutzt die Stadt bereits in ihren Parkhäusern und auf dem Parkplatz beim neuen Spital.
Aus dem Norma-Parkplatz wird der Busknoten
Auf der Fläche des bisherigen Parkplatzes Stadtmitte vor dem Norma entsteht im weiteren Verlauf der Zentrale Umsteigepunkt – im Grunde ein neuer Busbahnhof für die Innenstadt. Dazu gehört ein Vorplatz vor dem Wohn- und Geschäftshaus Kriegsdamm 7. Danach folgen die Bushaltestellen und die Straßenbauarbeiten im Bereich Kriegsdamm.
Friedrichsplatz: Erster Abschnitt bis zur Engelgasse
Auch am Friedrichsplatz wird ab Montag, 2. November, die Baustelle eingerichtet. Die eigentlichen Arbeiten für die neue Oberfläche beginnen eine Woche später, am Montag, 9. November.
Los geht es am Hauptstraßenkreuz, direkt im Anschluss an den Fußgängerüberweg. Der erste Bauabschnitt reicht bis kurz hinter die Einfahrt zur Engelgasse. Die städtischen Arbeiten schließen nach Angaben der Stadt nahtlos an die Ver- und Entsorgungsarbeiten der ENRW an.
Geschäfte sollen erreichbar bleiben
Die angrenzenden Geschäfte sollen an beiden Baustellen während der gesamten Bauzeit erreichbar bleiben, kündigt die Stadt an. Wo nötig, sollen provisorische Fußwege oder Übergänge eingerichtet werden – nach dem Vorbild der Bauarbeiten im Heiligkreuzort, wo sich diese Lösung aus Sicht der Stadt bewährt hat.
Die Verkehrsführung wird jeweils dem Baufortschritt angepasst. Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Anlieger und Geschäftsinhaber um Verständnis für die Einschränkungen.
Einordnung: Fertigstellung für Herbst 2027 geplant
Mit dem Baustart beginnt die zweite Phase eines Projekts, das die Innenstadt seit dem Frühjahr beschäftigt. Seit März ist die Verbindung zwischen Hauptstraßenkreuz und dem Kreisverkehr Kriegsdamm/Nägelesgraben für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zunächst hat die ENRW dort Leitungen erneuert und Rohre für die Wärmeversorgung verlegt.
Nach dem Zeitplan, den die Stadt im Januar bei einer Bürgerinformation vorgestellt hatte, sollen ZUP und Friedrichsplatz bis Ende Oktober 2027 fertig sein. Die Pflanzungen auf dem Friedrichsplatz sind demnach für März 2028 vorgesehen – rechtzeitig vor der Landesgartenschau. Ob dieser Zeitplan weiterhin gilt, geht aus der aktuellen Mitteilung der Stadt nicht hervor.