Die Bus-Linien 7444 (Rottweil – Villingendorf – Epfendorf – Oberndorf), 7481 (Schramberg – Aichhalden – Alpirsbach), 7484 (Schramberg – Lauterbach – Hornberg) und 7486 (Schramberg – Hardt – Königsfeld) werden derzeit von SüdbadenBus betrieben. Deren Genehmigungen laufen zum 12. Dezember 2026 aus. Eigentlich sollten die Linien regulär neu ausgeschrieben werden – das Bündel Rottweil-Nord frühestens zum 1. August 2027, das Bündel Schramberg frühestens zum 1. August 2028.
Das Problem: SüdbadenBus selbst sieht sich nicht in der Lage, die Linien bis zu diesen Terminen eigenwirtschaftlich weiterzubetreiben. Hauptgrund sind laut Vorlage Unsicherheiten bei der Einnahmeaufteilung des Deutschland-Tickets, die für mangelnde Planungssicherheit sorgen. Ohne eine Lösung hätte es auf den betroffenen Linien rund acht Monate (Rottweil-Nord) sowie ein Jahr und acht Monate (Schramberg) keine Busanbindung mehr gegeben.
Die Ausschreibung
Um diese Lücke zu schließen, schrieb der Landkreis die Verkehrsleistungen als Notvergabe aus – veröffentlicht am 26. Mai im EU-Amtsblatt und auf der Kreis-Homepage. Aufgeteilt wurde in zwei Lose: Los 1 für die Linie 7444, Los 2 für die Linien 7481, 7484 und 7486.
Die Angebotsfrist endete am 23. Juni. Auf beide Lose ging jeweils genau ein Angebot ein – beide von SüdbadenBus selbst. Für Los 1 nannte das Unternehmen einen Wertungspreis von 580.777,50 Euro für rund acht Monate Laufzeit, für Los 2 einen Preis von 2.195.050,61 Euro pro Jahr bei rund anderthalb Jahren Laufzeit. Die Fahrgeldeinnahmen werden jeweils gegengerechnet.
Die Sitzung des Ausschusses findet am Montag, 6. Juli, ab 14 Uhr im Großen Saal des Rottweiler Berufsschulzentrums statt.
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