Scheune bei Deißlingen in Vollbrand – kräftezehrender Einsatz, Polizei ermittelt

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Nach dem Scheunenbrand bei Deißlingen hat die Feuerwehr weitere Einzelheiten zu dem Großeinsatz mitgeteilt. Demnach stand die etwa acht mal zwölf Meter große, mit Stroh gefüllte Scheune beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits vollständig in Flammen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnmeldung über BIWAPP herausgegeben. Für die aufwendigen Nachlöscharbeiten rückte das THW mit schwerem Gerät an. Insgesamt ein kräftezehrender Einsatz, das DRK kümmerte sich um einen Feuerwehrmann, der einen leichten Schwächeanfall erlitt.

UPDATE: Scheune bei Eintreffen bereits im Vollbrand

Kreisfeuerwehrsprecher Sven Haberer hat am Sonntagmorgen weitere Details zum Einsatz bekannt gegeben. Demnach war die Feuerwehr Deißlingen zunächst unter dem Stichwort B2 wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Freien alarmiert worden. Kurz darauf wurde das Einsatzstichwort auf B4 Gebäudebrand erhöht.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand die freistehende Scheune bereits im Vollbrand. Das Gebäude hatte nach Angaben Haberers ein Grundmaß von etwa acht mal zwölf Metern und diente als Lagerstätte für Stroh. Auch das eingelagerte Stroh hatte Feuer gefangen.

Die Feuerwehr Deißlingen wurde im Vollalarm alarmiert. Zur Unterstützung rückten die Feuerwehr Rottweil sowie Kräfte und Fahrzeuge der Feuerwehr Dauchingen an. Genaue Angaben zur Zahl der eingesetzten Kräfte und Fahrzeuge will der Kreisfeuerwehrsprecher noch nachreichen.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Geruchsbelästigung wurde im Verlauf des Einsatzes eine Warnmeldung über BIWAPP herausgegeben.

THW bringt schweres Gerät

Zur Unterstützung forderte die Einsatzleitung einen Fachberater des Technischen Hilfswerks an. Im weiteren Verlauf wurden ein Radlader und ein Manitou-Bagger zur Einsatzstelle beordert. Mit den Maschinen wurde das brennende Stroh großflächig auseinandergezogen. So konnten die Einsatzkräfte die verbliebenen Brandnester gezielt ablöschen.

Zusätzlich wurde die zentrale Feuerwerkstatt des Landkreises alarmiert. Damit sollte sichergestellt werden, dass für den langwierigen Einsatz ausreichend Atemschutzgeräte zur Verfügung standen.

Die Scheune brannte vollständig aus. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf etwa 9000 Euro.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zeugen, die im Bereich der Brandstelle verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0741 4770 zu melden.

Rauchwolke weithin sichtbar

Unsere Erstmeldung: Eine Scheune an der Belchenstraße bei Deißlingen ist am Samstagabend in Vollbrand geraten. Die starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar: Eine große Rauchwolke stand über Deißlingen und war bereits aus mehreren Kilometern Entfernung zu erkennen.

Die Einsatzstelle befindet sich am Waldrand in der Nähe eines Industriegebiets. Die Feuerwehr Deißlingen ist mit zahlreichen Kräften vor Ort. Unterstützung kommt von der Feuerwehr Rottweil. In Bereitstellung war auch ein Löschfahrzeug aus dem benachbarten Dauchingen, im weiteren Verlauf ist dessen Besatzung in die Löscharbeiten einbezogen worden. Auch das DRK ist angerückt. Neben einem Rettungswagen ist ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Es gebe keine Verletzten, bestätigte dieser, Manuel Feilcke. Das DRK ist auch mit ehrenamtlichen Helfern der Bereitschaft vertreten. Diese übernahmen im weiteren Verlauf des Einsatzes die medizinische Absicherung der Feuerwehrleute. Dass dies notwendig war, zeigte der Fall eines Feuerwehrmanns, der die medizinische Betreuung in Anspruch nehmen musste. Er erlitt einen leichten Schwächeanfall. Die Retter stabilisierten seinen Kreislauf. Glücklicherweise musste er nicht ins Krankenhaus.

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Kommandant Frank (rechts) berät sich mit den Fachberatern des THW.

THW mit Radlader angefordert

Einsatzleiter Fabian Frank, Kommandant der Feuerwehr Deißlingen, hat im Verlauf des Einsatzes das Technische Hilfswerk (THW) zur Unterstützung angefordert. Mit einem Radlader soll der lichterloh brennende Haufen auseinander gezogen werden. Das sei notwendig, um die Löscharbeiten abzukürzen, erklärte Feuerwehrsprecher Sven Haberer. In dem brennenden Strohhaufen, der in der Scheune gelagert wurde, sitzt noch das Feuer. Das THW stellte dann sogar zwei Fahrzeuge.

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Das Brandgut brennt unter Kontrolle der Einsatzkräfte ab. Das Feuer sei unter Kontrolle, hieß es bald. Gleichzeitig konzentrierte sich die Feuerwehr darauf, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Insbesondere der unmittelbar angrenzende Wald sowie die umliegenden Felder werden vor einem Übergreifen der Flammen geschützt.

Weil die Rauchwolke das Gelände warnt die Feuerwehr vor eine Geruchsbelästigung. Die Meldung geht über BIWAPP raus. Zuständig dafür: der Kreisfeuerwehrsprecher.

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Müller, Ulbrich und Frank (von links). Alle Fotos: Peter Arnegger

Bürgermeister Ralf Ulbrich kam zur Einsatzstelle und ließ sich von Kommandant Frank und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Frank Müller informieren.

Weitere Informationen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens liegen derzeit nicht vor.

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