Dichter Rauch, Chemikalienschutzanzüge und höchste Konzentration: Die Feuerwehren Deißlingen, Rottweil und Schramberg probten gemeinsam mit dem Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk (THW) den Ernstfall – ein Gefahrstoffaustritt nach einem Staplerunfall auf dem Gelände der Firma Knauf in Deißlingen.
Um 13 Uhr wurden die Einsatzkräfte von der Integrierten Leitstelle zur Übung „Gefahrstoffaustritt nach Staplerunfall mit verletzten Personen“ alarmiert. Die Feuerwehr Deißlingen erkundete zunächst die Lage und rettete zwei Personen aus dem Gefahrenbereich.
Der Gefahrgutzug des Landkreises – bestehend aus den Feuerwehren Rottweil, Schramberg und Deißlingen – übernahm ein breites Aufgabenspektrum: Zunächst wurden die beiden verletzten Personen dekontaminiert und anschließend dem Rettungsdienst übergeben. Parallel dazu holten die Führungsgruppe und der Fachberater Chemie Informationen zu den beteiligten Stoffen ein; danach wurde der Einsatz von zwei Trupps unter Chemikalienschutzanzug vorbereitet.
Während die Feuerwehr Deißlingen den Brandschutz sicherstellte, rückten die Spezialkräfte zur Unfallstelle vor und dichteten den beschädigten Behälter ab, sodass eine weitere Ausbreitung der fiktiven Schwefelsäure verhindert werden konnte. Der CBRN-Erkunder führte zusätzlich Messungen innerhalb und außerhalb des Betriebsgeländes durch. Im weiteren Verlauf der Übung wurden alle im Gefahrenbereich eingesetzten Kräfte dekontaminiert und rettungsdienstlich betreut.
Bei der gemeinsamen Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Deißlingen lobten Kommandant Fabian Frank sowie Christopher Stach als Vertreter des Landratsamtes die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die eingesetzten Einheiten werden die Übung detailliert nachbereiten, um Herausforderungen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
Ein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die an dieser umfangreichen Übung teilgenommen haben. Solche realitätsnahen Übungen tragen wesentlich dazu bei, die Einsatzfähigkeit der beteiligten Organisationen bei komplexen Gefahrstofflagen weiter zu stärken.
Aus der Pressemitteilung des Landratsamts Rottweil zu der Übung
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