Pünktlich zum Start des COVID-19-Testzentrums bildete sich eine kleine Schlange von Testwilligen. Das Deutsche Rote Kreuz bietet mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr die kostenlosen Schnelltests an. Laut Plan sollten die Tests um 17 Uhr beginnen, doch die Testwilligen mussten sich etwas gedulden. „Man hat uns gesagt: ‚Wir testen uns erst einmal selbst‘“, erzählt eine Frau in der Warteschlange.
Jens Kommer, Bereitschaftsleiter beim DRK, bestätigt das. „Wir haben hier andere Schnelltests als bei den Vorbereitungskursen“, erläutert er, „die wollten wir zunächst bei unsren Leuten ausprobieren.“ Bei den Testwilligen sollten ja keine Fehler passieren. Ansonsten laufe es gut, so Kommer. Aber klar, alles brauche eine gewisse Eingewöhnungszeit. „Das muss sich einspielen.“

Die zu Testenden bittet einer der Feuerwehrhelfer in die ehemalige Bärenstube. Dort nimmt ein Mitarbeiter die Daten auf, und weiter geht es zu einem der beiden Testische. Rotkreuzhelfer in Schutzkleidung führen das berühmt-berüchtigte Wattestäbchen ein. Danach heißt es warten. Hinter dem Pavillon hat das THW ein Zelt aufgebaut, wo man im Trockenen auf sein Ergebnis warten kann. Nach 15 Minuten kommt ein Helfer und überreicht die Bestätigung. „Negativ“.

Bereitschaftsleiter Kommer: “Es läuft gut.“ Die Getesteten seien zufrieden. Die Wartezeit am Anfang hätten die Leute akzeptiert. Da die DRK-Helfer nach Schramberg auch in Hardt und Eschbronn die kostenlosen Tests anbieten, übe man eben hier schon mal, meint er schmunzelnd.
Zentrum wird gut angenommen
An die 30 Leute nahmen den ersten Termin wahr, berichtet die Sprecherin der Stadt Schramberg, Susanne Gorgs-Mager. Auch beim ersten Termin am Mittwochmorgen, den eine Apotheke anbot, seien acht Testwillige gekommen.
Gefragt, weshalb sie sich dem freiwilligen Test unterziehen, erzählt eine junge Frau, sie werde nächste Woche am Integrationskurs teilnehmen und brauche dafür die Bestätigung. Eine andere Frau berichtet, sie habe einen Augenarzttermin. Eine ältere Dame hat einen traurigen Anlass, sie müsse zu einer Beerdigung: „Ein Corona-Toter.“ Der Verstorbene sei seit Dezember im Krankenhaus gelegen, auch auf der Intensivstation. „Er hat es nicht geschafft.“
Info:
Das DRK bietet die Tests ohne Terminvereinbarung dienstags von 17 bis 19 Uhr, mittwochs von 17 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr an.
Wer ein Testzeitfenster der Apotheken nutzen möchte, muss mit diesen vorab einen Termin vereinbaren.
Die Römer-Apotheke, Telefon 07422-9894130, mittwochs von 7 bis 8 Uhr. Die Sonnenapotheke, Telefon 07422-8316, donnerstags von 8 bis 10 Uhr. Die Apotheke Sulgen, Telefon 07422-242400, freitags von 8 bis 10 Uhr

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