Benachrichtigung

Schulen: Mittagessen und Betreuung werden teurer

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Mensaessen beim "Tag der Schulverpflegung". Archiv-Foto: him

„Fast jedes Jahr“ müsse sie den Rat um die Erhöhung der Mensapreise in den Kitas und Schulen bitten, bedauerte Abteilungsleiterin Kerstin Flaig im Verwaltungsausschuss. Erstmals seit vielen Jahren bitte sie nun auch um eine Erhöhung der Entgelte für die außerschulischen Betreuungsangebote.

Schramberg. Der Mittagessenlieferant habe eine Preiserhöhung von 20 bis 30 Cent je Essen angekündigt, berichtete Flaig. Diese werde er zum Schuljahrsbeginn verlangen. Die Mensapreise möchte Flaig daher durchgängig um 20 Cent und am Gymnasium um 30 Cent anheben.

Für Grundschulkinder wird der Preis von 4,20 auf 4,40 Euro steigen. Schüler aus der Sekundarstufe, Lehrinnen und Lehrer sollten künftig 4,60 bezahlen, Gäste fünf Euro. Am Gymnasium liegen die Preise künftig 30 Cent höher: Schüler und Lehrer zahlen hier ab September 5,50, Gäste 5,90 Euro je Mittagessen.

Flaig hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt das Essen weiterhin subventioniere, indem sie die Personalkosten, die Betriebs- und Investitionskosten trage.

Betreuung fünf Euro pro Monat teurer

Bei den Betreuungsangeboten wie der verlässlichen Grundschule und dem Hort seien die Zuschüsse des Landes und die Elternbeiträge „bei weitem nicht kostendeckend“. Der Städtetag fordere schon seit langem, dass das Land die Landesförderung für die Schulbetreuung angemessen erhöhe, berichtete Flaig.

Wegen der schwierigen Haushaltslage und weil es schon lange keine Anpassung mehr gegeben habe, schlage sie eine moderate Erhöhung von fünf Euro pro Monat vor, so Flaig. Sie erinnerte daran, dass bei Kindern aus Familien mit niedrigem Einkommen die Kosten über das Bildungs- und Teilhabepaket auf Antrag erstattet werden.

Familien belastet

SPD-Buntspecht-Sprecherin Tanja Witkowski verstand zwar die Argumente für die Erhöhungen. Als Schulleiterin in Tennenbronn sehe sie allerdings die Realität, nämlich dass Eltern ihre Kinder aus der Betreuung abmelden, weil sie es nicht mehr bezahlen können. „Wir belasten an vielen Stellen die Familien“, bedauerte sie. Sie erinnerte an die Freibadpreise oder das Ein-Euro-Ticket.

Sabine Haas (CDU) fand, man hätte die Essenspreise für Lehrkräfte und Gäste stärker erhöhen sollen. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr versprach, das bei der nächsten Preiserhöhung zu berücksichtigen.

Der Ausschuss beschloss die Erhöhungen bei zwei Nein-Stimmen von Tanja Witkowski und Lara Inge Kiolbassa (SPD-Buntspecht).

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

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