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Typ-2-Diabetes: 9,7 Prozent der AOK-Versicherten im Kreis Rottweil betroffen

Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Diabetes sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt

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Im Kreis Rottweil sind rund 8200 AOK-Versicherte von Typ-2-Diabetes betroffen. Foto: AOK

Laut einer aktuellen Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg waren im Jahr 2024 im Landkreis Rottweil 9,7 Prozent der AOK-Versicherten aufgrund eines Typ-2-Diabetes in ärztlicher Behandlung. Das entspricht rund 8200 Versicherten. Zwischen 2020 und 2024 stieg die Zahl der Betroffenen durchschnittlich um 0,6 Prozent pro Jahr.

Kreis Rottweil – Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Diabetes sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Hauptmerkmal der chronischen Stoffwechselstörung ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und bleibt zunächst oft unerkannt – auch weil häufig nur unspezifische oder sogar keine Symptome spürbar sind.

„Symptome eines Typ-2-Diabetes können zum Beispiel starker Durst, häufiges Wasserlassen, anhaltende Müdigkeit, Schwindel, Sehstörungen oder auch Hautinfektionen durch Bakterien oder Pilze sein“, sagt Dr. Matthias Osswald, Arzt bei der AOK Baden-Württemberg.

Bei der Entstehung eines Typ-2-Diabetes kommen verschiedene Faktoren zusammen. So können Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, eine ungesunde Ernährungsweise und bestimmte Medikamente das Risiko erhöhen, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. „Auch die familiäre Veranlagung spielt eine wichtige Rolle“, so Dr. Osswald. Frauen, bei denen ein Schwangerschaftsdiabetes aufgetreten ist, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Ein Teil dieser Risikofaktoren lässt sich positiv beeinflussen. So können unter anderem regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und – bei Übergewicht – eine Gewichtsreduktion dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken beziehungsweise die Entstehung eines Typ-2-Diabetes hinauszuzögern.

Ist ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen und eine abgestimmte Behandlung wichtig. Ein gesundheitsfördernder Lebensstil ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie und kann dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu verbessern. „Es ist besonders wichtig, mögliche Folgen des Typ-2-Diabetes, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augen-, Nerven- und Nierenkomplikationen oder das sogenannte diabetische Fußsyndrom, gut im Blick zu behalten“, betont Dr. Osswald.

Die AOK unterstützt Betroffene mit dem Disease-Management-Programm (DMP) für den Typ-2-Diabetes. Das strukturierte Behandlungsprogramm sieht regelmäßige Untersuchungen und eine abgestimmte medizinische Betreuung vor. Dazu gehören klare Empfehlungen für entsprechende Verlaufsuntersuchungen, zum Beispiel für Augenuntersuchungen oder eine Untersuchung der Füße.

Online-Coach Diabetes:

Die AOK bietet Betroffenen darüber hinaus den AOK Online-Coach Diabetes an. Das digitale Programm soll helfen, mit der Erkrankung im Alltag umzugehen und gesundheitsfördernde Veränderungen umzusetzen. Zu den Themen gehören unter anderem Bewegung und gesunde Ernährung im Alltag, der Umgang mit persönlichen Zielen sowie Begleit- und Folgeerkrankungen. https://www.aok.de/pk/leistungen/online-programme/diabetes-coach

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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