E-Scooter auf dem Gehweg, bei Rot über die Kreuzung, zwischen Fahrbahn und Bürgersteig hin und her: Eine Leserin aus Rottweil schildert, was sie als Autofahrerin und als Fußgängerin mit Hund fast täglich erlebt. Sie nennt zwei konkrete Stellen in Rottweil, die Unterführung Richtung Göllsdorf und die Tuttlinger Straße bei der Sparkasse. Wie verbreitet das Problem ist, zeigte zuletzt eine Kontrolle der Polizei: In der Fußgängerzone stellte sie Anfang September in knapp zwei Stunden 24 Verstöße von Rad- und Scooterfahrern fest.
Ich bin sowohl als Autofahrerin auf den Straßen unterwegs als auch als Fußgängerin mit meinem Hund. Nahezu täglich habe ich Schweißperlen und Zornesfalten auf der Stirn, weil E-Scooter rücksichtslos gefahren werden.
Sie fahren penetrant und rücksichtslos auf Gehwegen, sodass Fußgänger fast fluchtartig zur Seite springen müssen, um nicht angefahren zu werden. Um lästigen Ampeln aus dem Weg zu gehen, wechseln sie den Fahrstreifen und auf die Straße. Weder Fleisch noch Fisch: Sie switchen hin und her und mogeln sich durch den Verkehr. Der Autofahrer hat das Nachsehen und kann nur hoffen, dass keiner dieser rücksichtslosen Fahrer mal auf der Motorhaube landet.
Ein Beispiel ist der Bahndurchlass nach Göllsdorf. Dort gibt es nur einen schmalen Gehweg, und weil die Ampel Rad- und Scooterfahrer ausbremst, umfahren sie sie auf dem Gehweg. Für Fußgänger ist das sehr gefährlich. Und: Erst heute Morgen ist an der Tuttlinger Straße bei der Sparkasse eine E-Scooter-Fahrerin bei Rot auf dem Fußgängerweg über die Kreuzung gefahren.
E-Mobilität schön und gut, aber bitte mit Sinn, Verstand und Verantwortungsbewusstsein.
Ines Kummer, Rottweil

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